Der Frankfurter Polizeichor, Teil 1/2Nicolai Bockelmann
Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Wie komme ich zu unserer Bühne auf dem Museumsuferfest? Diese Frage trieb mich um und wurde ausführlich in unserer Whatts App Gruppe diskutiert. Parkhäuser wurden empfohlen, der öffentliche Nahverkehr an das Herz gelegt und eine detailierte Wegbeschreibung wurden uns mit auf den Weg gegeben. Ich entschied mich für mein „Boulevard Derby“ Moped.
Es war ein überwiegend sonniger Tag und hinter dem „Schauspiel“ habe ich einen geeigneten Parkplatz gefunden. Von der hippdebacher Seite überschritt ich die für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrte Untermainbrücke, linker Hand der unübersehbar schöne Frankfurter Kaiserdom – hier werden wir mit den Frankfurter Barocksolisten, als Polizeichor Frankfurt mit der Vielharmony Sachsenhausen am Tag der deutschen Einheit das „Te deum“ von Marc-Antoine Charpentier um 16 Uhr aufführen – und rechter Hand unterhalb von Deutsches Filminstitut und Filmuseum und dem Deutschen Architekturmuseum auf der dribbdebacher Seite unten am Mainufer unsere Bühne für eine weitere Sangesstunde für unsere Fans.
Es ist die stattliche Eintracht Bühne der Radeberger Gruppe mit dem Binding Bier Adler Enblem in der Mitte und von Hit Radio FFH kommt die grüne Umrandung der Bühne, die mich an das saftige irische Wiesengrün erinnern- z.B. an der Galway Bay - die von der irischen Folkpunkband „The Pogues“ in ihrem Lied „Fairtales from New York“ zitiert wird. Ich drehe mich um und sehe auf die beeindruckende Banken und Hochhaus Skyline von Frankfurt am Main und freue mich auf unseren Gesang am dritten Tag des Museumsuferfestes zu dem wie jedes
Jahr über 1 Million Gäste erwartet werden.
Unten am Mainufer erwartet uns der alle überragende ehemalige Polizei Dienstgruppenleiter „Scherah“ und weist uns netter Weise den Weg zur Bühne insbesondere unseren z.T. schon
hochbetagten Sangesfreunden die nicht mehr ganz so sicher zu Fuß unterwegs sind. Es gibt einen Backstage/hinter der Bühne Bereich mit Bierbänken und Steffen Bücher unser
Chorleiter fordert uns zum Einsingen heraus. Die Ohren betäubend laute Technomusik von der hinter uns angrenzenden Bühne lässt uns unseren Eigengesang fast nicht verstehen.
Wir sind als nächstes dran, über eine Metalltreppe geht es nach obenauf die Bühne, die Stimmung ist gut, wir versammeln uns im Halbkreis um das Keyboard von unserem Chorleiter und werden von der Moderatorin Julia Nestle von Hit Radio FFH als Polizeichor Frankfurt richtig und herzlich angekündigt.
In unserem Publikum ,das sich zahlreich vor der Bühne versammelt hat, wimmelt es von Eintracht Frankfurt Trikots, Schals und Mützen. Für die vorbei flanierenden wird es eng am Mainufer. Es glitzert die Oberfläche des Maines golden vor der Skyline Frankfurts, jetzt fordert uns die Moderatorin Julia Nestle auf die „Eintracht-Hymne“ anzustimmen. Wir hatten eine andere Liedfolge festgelegt aber lass es gut sein, wir singen: “Im Herzen von Europa liegt mein Frankfurt am Main“ und unsere Fans stimmen mit ein. Wir haben ein schwungvolles und
romantisches Liedgut im Repertoire. Wir singen den Welthit von Bob Dylan „Die Antwort weiß nur der Wind“. Ich freue mich mit den anderen Männern den Evergreen von meinem Onkel Udo Jürgens „mit 66 Jahren“ zu singen. In diesem Moment zieht an unserer Bühne eine Art „Traumschiff“ der Flußfahrt auf dem Main vorbei. Zum Abschluß singen wir ein zweites Mal wie ursprünglich geplant „Im Herzen von Europa“. Es folgt ein ordentlicher Applaus vom Publikum und hinter der Bühne gibt es Freibier und Mineralwassser. Wir sind sehr zufrieden mit unserem geglücktem Auftritt, möchten uns an dieser Stelle bei allen Sponsoren recht herzlich bedanken und ich glaube sagen zu dürfen, wir kommen im nächsten Jahr sehr gerne wieder.
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