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Kategorie: Film & Fernsehen
max richterDie nächste, die 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 14

Romana Reich

Berlin (Weltexpresso) - Am 18. Februar 2026 wird der britisch-deutsche Komponist und Klangkünstler Max Richter mit der Berlinale Kamera geehrt. Die Laudatio hält Oscarpreisträgerin Chloé Zhao, mit der Richter jüngst an ihrem neuen Film Hamnet zusammengearbeitet hat, der in den Film-Auszeichnungen vor den Oscars immer wieder prämiert wird. Max Richter zählt zu den einflussreichsten Komponisten der Gegenwart und hat mit seinen Filmmusiken Maßstäbe gesetzt.


Bei den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin wird also der britisch-deutsche Komponist und Klangkünstler Max Richter mit der Berlinale Kamera geehrt.  Max Richter zählt zu den einflussreichsten Komponisten der Gegenwart und hat mit seinen Filmmusiken Maßstäbe gesetzt.

Richter kombiniert klassische Kompositionstechniken mit elektronischen Elementen und schafft so Scores, die das visuelle Erzählen intensivieren und weltweit gefeiert werden. Seine Arbeiten für internationale Kinofilme wie Waltz with Bashir (2008, Regie: Ari Folman), Ad Astra (2019, Regie: James Gray), Mary Queen of Scots (2018, Regie: Josie Rourke) und die HBO-Serie The Leftovers (2014—2017, Regie: Damon Lindelof) verbinden emotionale Tiefe mit innovativen Klangwelten. Mit über einer Milliarde Streams und zahlreichen Auszeichnungen — darunter der Europäische Filmpreis für Waltz with Bashir und eine Grammy-Nominierung für Ad Astra — prägt Richter die Filmmusik unserer Zeit nachhaltig. Seine aktuellen Arbeiten Hamnet (2025, Regie: Chloé Zhao) und Spaceman (2024, Regie: Johan Renck) bestätigen seine Rolle als kreativer Visionär.

Über seine Filmarbeiten und Kollaborationen hinaus haben Richters Solo-Projekte die moderne klassische Musik geprägt. Auch nach dem 20. Jubiläum im Jahr 2024 erreicht sein wegweisendes Album „The Blue Notebooks“ weiterhin neue Zuhörer*innen. Sein Opus Magnum „SLEEP“ (2015), eine 8,5-stündige Klangreise in die Welt des Schlafs, gemeinsam mit Yulia Mahr entwickelt, gilt als eines der ambitioniertesten und kulturell bedeutendsten Projekte der klassischen Musik des 21. Jahrhunderts. Richters letztes Soloalbum „In A Landscape“ erschien 2024.

Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle: “Max Richter gehört zu den großen zeitgenössischen Komponisten, und Filmfans können sich glücklich schätzen, dass er eine so ausgeprägte Leidenschaft für das Kino hat. Seine Kompositionen für Film sind mehr als Begleitung; sie sind Erzählungen, die das Herz einer Geschichte hörbar machen und die filmische Sprache vertiefen und transformieren.”

Max Richter ist seit Jahren mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin verbunden. Bereits 2009 engagierte sich Richter als Mentor im Rahmen des Berlinale Talent Campus (heute Berlinale Talents) und kehrte zuletzt 2024 mit der Weltpremiere von Spaceman als Berlinale Special Gala zurück.

Die Verleihung der Berlinale Kamera an Max Richter findet am 18. Februar 2026 im Haus der Berliner Festspiele statt. Die Laudatio hält die Oscar-prämierte Regisseurin Chloé Zhao (Nomadland). Im Anschluss an die Preisverleihung wird es ein moderiertes Podiumsgespräch mit Max Richter geben.

Mit der Berlinale Kamera ehrt die Berlinale seit 1986 Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben und mit denen sich das Festival verbunden fühlt. Die Berlinale Kamera besteht aus 128 Einzelteilen und ist einer realen Filmkamera nachempfunden. Hergestellt wird sie von dem Düsseldorfer Goldschmiedekünstler Georg Hornemann.

Foto:
Berlinale Kamera Preisträger 2026: Max Richter
©Berlinale