202615523 1 ORGDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 8

Hanswerner Kruse

Berlin (Weltexpresso) – Familienfilme gab es bereits in den ersten Tagen dieses Festivals – die Auseinandersetzung einer tunesischen Familie mit sexueller Orientierung oder das Verschlungenwerden durch die finnische Natur. Der harmlos beginnende Film „Rosebush Pruning“ – man könnte den Titel als Rosenkappung übersetzen – behauptet, jede Familie brauche diesen radikalen Eingriff, um zu funktionieren.

daoDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 7


Claudia Schulmerich

Berlin (Weltexpresso) - „Dao ist eine immerwährende kreisförmige Bewegung, die die Wirklichkeit umrahmt“, heißt es in den Begleitinformationen. Das muß man nicht wissen, wenn man einfach zuschaut und schaut und schaut…, weil so viel Verschiedenes auf der großen Leinwand zu sehen ist. Erst einmal sind da verschiedene Frauen in Frankreich, schwarze Frauen, in immer neuen Gewändern, eine steht im Mittelpunkt, Gloria (Katy Correa ) mit dieser fliegen wir nach Guinea-Bissau und sind nun einerseits auf einer Hochzeit in Frankreich, denn dort heiratet ihre Tochter, geblieben, andererseits in Afrika, wo ein familiärer Todesfall der europäischen Verwandtschaft zeigt, wie man hier auf Afrikanisch die Toten beerdigt.

vor uns auchSerie: Die anlaufenden Filme in deutschen Kinos vom Donnerstag, 12. Februar 2026, Teil 1

Redaktion

Rom (Weltexpresso) - Nanni als Giovanni, ein bekannter italienischer Regisseur, der gerade sein Opus magnum plant. Aber nicht nur muss er seine Hauptdarstellerin überzeugen, dass das Werk über den Kurswechsel der italienischen kommunistischen Partei mitnichten ein Liebesfilm werden wird, auch seine Frau will ihn nach langen Jahren verlassen, seine Tochter hat eine Beziehung mit einem Mann, der viel älter ist als er selbst und sein bankrotter französischer Produzent hofft, dass ein Netflix Deal sie alle retten wird.

finnischDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 9


Claudia Schulmerich

Berlin (Weltexpresso) - Wenn der Film beginnt, wenn der Ehemann Jon, Engländer und seiner Frau wegen nach Finnland gezogen, wenn also der Ehemann mit seiner Frau Saga immer tiefer in den Wald hineinfährt, sie am Steuer, denn sie kennt sich aus, kommen sie zu dem aufgelassenen Haus ihrer Familie, das längst verlassen von der Natur übernommen worden ist. Doch beide sind begeistert, sie wollen das Haus sanieren, denn sie wollen eine glückliche Ehe führen und dazu gehört: „Wir wollen doch in der Natur leben.“

BerlinalejazzDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 5


Claudia Schulmerich

Berlin (Weltexpresso) - Man mag es nicht glauben, aber auf der Pressekonferenz, die jedem Wettbewerbsfilm folgt und neben der Regie die Schauspieler auf die Bühne bringt, war die erste Frage eines Kollegen, ob Regisseur Grant Gee den Film nicht auch in Farbe drehen könnte. Dabei lebt gerade dieser Film von einem klaren Schwarzweiß, das so klar schwarz und weiß ist, wie die Verhältnisse, die er widerspiegelt. Den Tod durch Unfall und den langsamen Tod durch Drogen. Beidem entkommt Bill Evans, aber mit Blessuren. Er ist ein begnadeter Jazzpianist mit seinem Trio, das wir in einer Bar hören und sehen.