Neu auf DVD, Blu-ray und 4K UHD ab Freitag, 27. Februar 2026
Margarete Ohly-Wüst
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein noch sehr junges Mitglied eines Yautja-Clans (die von den Menschen als Predatoren bezeichnet werden). Sein Vater Njohrr (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) hält ihn allerdings nicht für würdig jemals ein richtiger Krieger zu werden und befiehlt Deks älterem Bruder Kwei (Mike Homik), ihn zu töten. Doch Kwei glaubt an seinen jüngeren Bruder und stellt sich schützend vor ihn. Doch ihr Vater kann solchen Ungehorsam nicht dulden und tötet Kwei im Kampf.
Dek bleibt deshalb nur die Flucht in einem Raumschiff auf den wilden Planeten Genna, um dort ein Wesen zu töten, an dem bisher alle Mitglieder seines Clans gescheitert sein und das unter dem Namen der untötbare Kalisk bekannt geworden ist. Er hofft dadurch als legitimer Jäger anerkannt zu werden. Gleich nach seiner Ankunft erkennt Dek, dass auf diesem Planeten zu ziemlich alles sehr gefährlich, sehr giftig und ziemlich tödlich ist.
Doch lange bleibt der junge Krieger auf dem Planeten nicht allein, denn er trifft auf die synthetischen Einheit Thia (Elle Fanning), die von der Weyland-Yutani Corporation zu Forschungszwecken entsandt wurde und die gerade nur aus dem Oberkörper besteht, da sie nach einem gefährlichen Aufeinandertreffen mit Kalisk (der von der Corporation als Spezies XX0522 bezeichnet wird) jetzt auf der Suche nach dem unteren Teil ihres Körpers und auch nach ihrer geliebten Schwester Tessa ist.
Auch wenn ein Predator eigentlich allein kämpft, formt Dek nach kurzem Insistieren dann doch eine unerwartete Allianz und trägt die halbe Androidin in einer Art Rucksack auf seinem Rücken herum, auch weil Thia ihn überreden konnte, sie als Werkzeug und nicht als Person anzusehen. Von Deks Rücken aus gibt Thia regelmäßig Hilfestellungen, da sie auch jede Menge Wissen über den Planeten und seine Eigenheiten mitbringt.
Dek will es erst einmal nicht wahrhaben, aber es stellt sich doch recht schnell heraus, dass ein Predator zwar immer alleine jagt sollte, dass aber ein Team auch Vorteile bieten kann. Gemeinsam versuchen die beiden, sich auf diesem unwirtlichen Planeten zu behaupten.
Unterwegs treffen die zwei auf einen weiteren besonderen ungebetenen Gast (Rohinal Nayaran als Motion Capture), dem Thia den Namen Bud gibt und der sich zwar als ausgesprochen nervig aber später auch als recht nützlich erweisen soll.
Doch Dek und Thia müssen bald nicht nur gegen allerlei Monster, sondern auch gegen den gigantische Kalisk kämpfen, den der Predator unbedingt töten muss, um zu Hause von seinem Vater endlich anerkannt zu werden. Dann kommt plötzlich mit Tessa und einigen schwerbewaffneten Androiden des Weyland-Yutani-Konzerns eine dritte Gruppe ins Spiel und Thia und Dek müssen entscheiden, ob sie sich allein oder weiterhin zusammen der scheinbar übermächtigen Bedrohung stellen…
″Predator: Badlands″ ist der siebte Film der Predator-Reihe und der sechste Live-Action Film nach ″Predator″ (1987) von Regisseur John McTiernan mit Arnold Schwarzenegger, ″Predator 2″ (1990), ″Predators″ (2010), ″Predator – Upgrade″ (2018), ″Prey″ (2022), einem Prequel zu den ersten vier Filmen, und ″Predator: Killer of Killers″ (2025), der als animierter Episodenfilm ebenso wie ″Prey″ beim Streamingdienst Disney+ veröffentlicht wurde.
Bei den letzten beiden Filmen hat Dan Trachtenberg bereits Regie geführt. Jetzt kommt mit dem hier besprochenen ″Predator: Badlands″ ein weiterer Science-Fiction Film dieser Reihe in die Kinos. Zusätzlich gab es auch noch zwei Crossover Filme zur Alien-Filmreihe mit ″Alien vs. Predator″ (2004) und ″Alien vs. Predator 2″ (2007). Daneben gibt es auch noch 5 Kurzfilme, die zwischen 2010 und 2018 auf DVD veröffentlicht wurden.
Mit ″Predator: Badlands″ legt Regisseur Dan Trachtenberg nun bereits seine dritte Arbeit innerhalb der Predator-Franchise vor. Das Drehbuch stammt von Patrick Aison, natürlich basierend auf Charakteren (des ersten Predator Films) von Jim Thomas und John Thomas. Kameramann war Jeff Cutter, der bereits bei ″Prey″ mit Dan Trachtenberg zusammen gearbeitet hat. Für den Score konnte der Regisseur Sarah Schachner (Score für ″Prey″) und Benjamin Wallfisch (Musik für ″Predator: Killer of Killers″) gewinnen.
Anders als in allen Vorgängerfilmen ist der Predator Dek nicht der Antagonist, sondern der Protagonist. Darsteller von Dek ist der neuseeländische Schauspieler und Stuntman Dimitrius Schuster-Koloamatangi, der für die Rolle die Predator-Sprache erlernte, die extra für diesen Film entwickelt wurde. Um subtilere emotionale Ausdrücke zu erzeugen wurde Deks Gesicht mithilfe von Motion-Capture Computeranimation digital bearbeitet.
Regisseur und Drehbuchautor haben beim hier besprochenen Film allerdings einen radikalen Perspektivwechsel vorgenommen, denn erstmals ist – wie schon geschrieben - mit Dek ein junger Yautja der Held der Story. Er ist dabei – nicht wie in den vorangegangenen Filmen - ein Jäger von Menschen, sondern ein junger Jäger, der versucht sich einen Platz in seiner Gesellschaft zu erobern und der dadurch auf der Suche nach Rache und gleichzeitig auch auf Anerkennung aus ist. Dadurch erhält man als Zuschauer auch einen etwas erweiterten Blick auf die Kultur dieser geheimnisvollen Rasse.
Dek muss allerdings auch erst lernen, dass er nicht unbedingt allein kämpfen muss, sondern dass eine Zusammenarbeit in einem Clan sehr wohl Vorteile bringen kann. Das lernt er dann auch sehr langsam, als er auf die Androidin Thia trifft. Damit wächst der junge Predator weit über seine bisherige Erziehung hinaus.
Durch Elle Fannings Thia erhält der Film eine neue, sehr charmante Note, da sich zwischen dem jungen Yautja und der Androidin regelmäßig spritzige Wortgefechte voller Witz und Wärme entwickeln, die eindeutig mithelfen, Dek wachsen und ihn zu einem spannenden Charakter werden zu lassen, der dann auch eine erstaunliche Sensibilität und ein tolles Selbstbewusstsein entwickelt.
Ein wichtiges Detail ist auch, dass der Regisseur Dek meist ohne seine Maske auftreten lässt, das bedeutet nicht nur, dass er sich nicht unsichtbar machen kann, sondern auch, dass man als Zuschauer seine Reaktionen wunderbar sehen kann.
Da dem Zuschauer beide Charaktere ans Herz wachsen, macht es ungemein Spaß, dem ungleichen Duo – nicht wie in einem Horrorfilm, sondern eher wie in einem Buddy-Movie - dabei zuzusehen, wie es sich durch eine Welt kämpft, in der hinter jeder Ecke neue, tödliche Gefahren lauern und wie sich die beiden dabei Stück für Stück näher kommen, gemeinsam zu kämpfen beginnen und letztendlich mit einem dritten Mitglied zu ihrem eigenen Clan werden.
Auch wenn der Film in Neuseeland gedreht wurde und die Landschaft auf dem Planeten Genna größtenteils aus dem Computer stammt, sieht sie in der Mehrzahl richtig gut aus.
Insgesamt ist ″Predator: Badlands″ der erste Predator-Film, in dem mit Dek ein Yautja der zentrale Protagonist und nicht der Antagonist ist, der von Menschen bekämpft werden muss. Dabei treten im gesamten Film keine realen Menschen auf. Der Film ist ein klassisches Survival-Abenteuer, in dem der außerirdische Jäger auf einem tödlichen Planeten gemeinsame Sache mit einem weiblichen Androiden machen muss. Dabei schafft es Dan Trachtenberg nicht nur eine spannende Story zu erzählen, sondern der Film zeigt auch detailreich eine sehr spezielle Flora und Fauna des Planeten sowie hervorragend choreografierte Action, dabei gelingen ihm immer wieder frische Ideen, was zu einem richtig schönem Abenteuerkino führt. Es lohnt deshalb, sich den Action-Film auch zu Hause anzusehen, egal ob man die vorherigen Filme gesehen hat oder nicht, denn es ist nicht unbedingt nötig, sich in der Predatoren-Historie auszukennen.
Zusatz: Natürlich sieht das Ende dann so aus, dass es weitere Erlebnisse von Dek, Thia und ihrem selbst gewählten Clan geben kann. Allerdings gibt es noch keine Information über eine geplante Fortsetzung.
Foto 1: Cover Blu-ray © 20th Century Studios / LEONINE Studios
Foto 2: Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) © 2025 20th Century Studios
Foto 3: Thia (Elle Fanning) © 2025 20th Century Studios
Foto 4: Thia (Elle Fanning) und Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) © 2025 20th Century Studios
Foto 5: Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) und Kalisk © 2025 20th Century Studios
Info:
″Predator: Badlands″ ist ab Fr. 27.02.2026 als DVD, Blu-ray, 4K UHD und als 4K UHD Steelbook im Handel erhältlich. Die DVD enthält Sprachfassungen in Deutsch, Englisch und Italienisch in Dolby Digital 5.1, die Blu-ray in Deutsch Dolby Digital Plus 7.1 und Englisch DTS-HD MA 7.1, und die beiden 4K UHDs in Deutsch Dolby Digital Plus 7.1, Englisch Dolby Atmos 7.1.4, Englisch DTS-HD MA 7.1, Italienisch Dolby Digital Plus 7.1 und Spanisch DTS Digital Surround 5.1. Die Untertitel bei der DVD sind in Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Norwegisch und Schwedisch, bei der Blu-ray und den beiden 4K UHDs in Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch und Tschechisch. Das Bildformat der DVD ist 2,39:1 (16:9 anamorph), der Blu-ray in 1080p High Definition / 2,39:1 / 16:9 und der 4K UHDs in 1080p High Definition / 2,39:1 / 16:9, 2160p High Definition / 2,39:1 / 16:9.
Extras auf der Blu-ray sind:
Gelöschte & Prävisualisierungsszenen mit optionalem Audiokommentar:
---- Sandfalle – Eine frühe Animatic-Version von Deks ganz anderer erster Begegnung mit Thia.
---- Squirt Canyon – Die Vollversion von Dek und Thia, die den mit Wasser gefüllten Graben durchqueren, während sie versuchen, Genna zu überleben.
---- Tessa vs. Abe – In dieser gelöschten Szene und Storyline tritt Tessa gegen einen überlegenen Synthetischen an.
---- Klingen Gras – Die ursprüngliche Prävisualisierung der ersten gemeinsamen Jagd von Dek, Thia und Bud… sozusagen.
---- Der Außenposten – Thia bringt Dek zu einer kleinen Außenstation von Weyland-Yutani, wo sie einige Dinge erleben, die schließlich an anderer Stelle im fertigen Film verwendet wurden.
---- Super-Kraftlader erweitert – Besondere zusätzliche Momente während Deks entscheidender Schlussschlacht mit dem Super-Kraftlader und dem Kalisk.
Featurettes:
---- Die Verkörperung des Predators – Man lernt das talentierte Team aus Designern, Darstellern und Spezialeffektkünstlern kennen, das dafür verantwortlich ist, eine der furchterregendsten Kreaturen der Filmgeschichte auf eine noch nie dagewesene Weise zum Leben zu erwecken!
---- Authentische Synthetische – Der Zuschauer lernt die Synthetischen Thia und Tessa hautnah kennen, während Star Elle Fanning uns durch den Entstehungsprozess zweier Charaktere führt, die zwar gleich aussehen, sich aber auf überraschend einzigartige Weise entwickelt haben.
---- Die Erschaffung der Badlands – Mit messerscharfem Gras, tödlichen Bäumen und furchterregenden Tieren war noch nie ein Planet tödlicher als Genna. Man kann entdecken wie ein Team von Kunsthandwerkern diese bedrohliche Landschaft geschaffen und reale Schauplätze in die gefährlichen Umgebungen verwandelt hat, die auf der Leinwand zu sehen sind.
---- Dek von den Yautja – Zum ersten Mal überhaupt gewährt Regisseur Dan Trachtenberg dem Publikum einen ausführlichen Einblick in die Kultur der Predators. Er zeigt die Entwicklung, während die Filmemacher den Entstehungsprozess der Heimatwelt der Yautja, ihres Raumschiffs und ihrer Familiendynamik offenlegen.
---- Audiokommentar: Mit Audiokommentaren von Regisseur Dan Trachtenberg, Produzent Ben Rosenblatt, Kameramann Jeff Cutter und Stuntkoordinator Jacob Tomuri.
Predator: Badlands (USA 2025)
Originaltitel: Predator: Badlands
Genre: Action, Abenteuer, Buddy-Movie, Survival-Film, Science-Fiction, Filmreihe
Filmlänge: ca. 106 Min.
Regie: Dan Trachtenberg
Drehbuch: Patrick Aison
Basierend auf Charakteren von Jim Thomas und John Thomas
Darsteller: Elle Fanning, Dimitrius Schuster-Koloamatangi, Mike Homik, Rohinal Nayaran, Cameron Brown u.a.
Verleih: The Walt Disney Company
Vertrieb: LEONINE Studios
FSK: ab 16 Jahren