Themenabend anlässlich des 40. Todestages von Rolf Bossert am 17. Februar in Berlin Redaktion
Berlin (Weltexpresso) - Literatur und Politik stehen in kommunistischen Diktaturen in einem Spannungsverhältnis von Anpassung, Widerspruch und innerer Distanz. Schreiben kann zur Gefahr werden – und zugleich zum Ort der Selbstbehauptung. Anlässlich des 40. Todestages des rumäniendeutschen Schriftstellers Rolf Bossert widmet sich der Themenabend den Bedingungen literarischen Arbeitens unter diktatorischer Herrschaft.
Im Mittelpunkt steht die Aktionsgruppe Banat, ein Kreis junger Autoren, der sich Anfang der 1970er-Jahre in Rumänien formierte und gegen ideologische Bevormundung und Indoktrination anschrieb. Überwachung, Drangsalierung, Inhaftierung und Emigration der Beteiligten waren die Folge. Davon ausgehend richtet der Abend den Blick vergleichend auf Autorinnen und Autoren in Rumänien, Ungarn und der DDR: Welche Handlungsspielräume eröffnete Literatur? Wie zeigte sich Widerstand, wenn offener Protest unmöglich war? Und welche Rolle spielte die innere Haltung?
Programm
Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum, Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur
Auftaktvortag
Herta Müller, geb. 1953 in Nitzkydorf (Rumänien), Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin für Literatur 2009
Podiumsdiskussion mit:
Carmen-Francesca Banciu, geb. 1955 in Lippa/Lipova (Rumänien), Schriftstellerin
Dr. Noémi Kiss, geb. 1974 in Gödöllő (Ungarn), Schriftstellerin, Dozentin
Uwe Kolbe, geb. 1957 in Ost-Berlin, Lyriker, Prosaautor und Übersetzer
Ernest Wichner, geb. 1952 in Guttenbrunn/Zăbrani (Rumänien), Publizist und Übersetzer
Moderation: Jan Koneffke, geboren 1960 in Darmstadt, Dichter, Schriftsteller, Übersetzer
Filmvorführung
»Mein Bukarest – Rolf Bossert«
Regie: Jan Koneffke
Weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Anmeldung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich hier auf der Website der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verbindlich für den Themenabend an.
Online kann unsere Veranstaltung über den Livestream der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verfolgt werden.
Eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Bildnachweis:
Foto:
© Collage Deutsches Kulturforum östliches Europa
Info:
»Wo sind wir, was wir sind« – Existieren und Schreiben in der kommunistischen Diktatur
Themenabend anlässlich des 40. Todestages von Rolf Bossert
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Eintritt frei. Anmeldung erforderlich!
Dienstag, 17. Februar 2026, 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Eintritt frei. Anmeldung erforderlich!