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Kategorie: Kulturbetrieb
aktivistinnenVon den Anfängen der Frauenforschung bis zu queeren Interventionen. Buchvorstellung am Dienstag, 10. März 2026, 18:00 Uhr im Fritz Bauer Forum  Bochum

Redaktion

Bochum (Weltexpresso) - Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen wurden in der BRD in den 1970er Jahren von feministischen Aktivist*innen mit dem Bestreben gegründet, die Geschichte der autonomen Frauen- und Lesben­bewegungen zu dokumentieren. Seit über 45 Jahren sammelt die LIESELLE (Queer*feministische Bibliothek und Archiv an der Ruhr-Universität Bochum) Materialien der autonomen Frauen- und Lesben­bewegung.

Der vorliegende Band zeigt eine Auswahl der Bücher, Flugblätter, Plakate und Schrift­stücke, die von der Künstlerin Julia Lübbe­cke fotografisch in Szene gesetzt und von Wissenschaftler*innen, Student*innen und Zeitzeug*innen neu eingeordnet werden. Die vorgestellten Dokumente, Publikationen und Objekte vermitteln einen beein­drucken­den Überblick über die Entwicklung femi­nistischer, queerer und antirassistischer Kämpfe.

Kat Teichmann (Herausgeberin, LIESELLE), Begüm Karagöz (Autorin, LIESELLE) und Julia Lübbecke (Künstlerin) stellen an diesem Abend gemeinsam das Buch Aktivist*innen im Archiv. Von den Anfängen der Frauenforschung bis zu queeren Interventionen (Orlanda Verlag, 2025) vor.

Foto:
Plakat

Info:
Kat Teichmann hat Gender Studies, Germanistik und Philosophie studiert und engagiert sich seit 2014 im Queer*feministischen Archiv LIESELLE an der Ruhr-Universität Bochum. Sie hat dort und in anderen Bewegungsarchiven bereits mehrere Projekte im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) durchgeführt und arbeitet unter anderem zu lesbisch-feministischen und queeren Erinnerungskulturen sowie herrschaftskritischen Archivpraxen.

Begüm Karagöz studiert im Master Arabistik/Islamwissenschaften und Komparatistik an der RUB. Sie ist seit Januar 2021 Mitarbeiterin der LIESELLE.

Julia Lübbecke beschäftigt sich in ihren künstlerischen Arbeiten mit der Beziehungsweise der politischen, taktilen und emotionalen Dimensionen von Wissen. Anhand dieser Verbindung untersucht sie dominante Ordnungsstrukturen, wie Kategorisierungen und arbeitet an Prozessen, um diese brüchig werden zu lassen. Mithilfe ihrer transdisziplinären Praxis, die Skulptur, Fotografie sowie Video und performative Elemente umfasst, schafft sie raumgreifende Installationen, die ihre Fantasien flüchtiger Formen von Erinnerung und Wissen verkörpern.