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Kategorie: Unterwegs

IMG 6520Deutscher Wanderverband zeichnet Wege und Regionen aus

Sabine Zoller

Stuttgart (Weltexpresso) - Auf der weltgrößten Reisemesse Touristik & Caravaning (CMT) dreht sich alles um das Thema Urlaub. 1.660 Aussteller präsentieren ihre Angebote und parallel dazu startete in Halle 9 die dreitägige Tochtermesse „Fahrrad- und WanderReisen“, die vor allem zahlreiche Wanderfreunde anzog.

Ein besonderer Höhepunkt war die Urkundenverleihung der Qualitätsinitiative des Deutschen Wanderverbands, die für viele Vereine und Tourismusvertreter ein besonderes Erlebnis darstellt.Das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ legt deutschlandweit Standards für Wanderwege fest und bringt nach eigenen Angaben einen dreifachen Nutzen für den Wandertourismus. Zum einen wird die Qualität der Wegeinfrastruktur in den Regionen nachhaltig verbessert, wodurch die Grundlage für eine starke regionale Wanderkompetenz geschaffen wird. Zum anderen bietet das Prädikat den Wandergästen Orientierung und Unterstützung bei ihrer Reiseentscheidung. Gleichzeitig können die zertifizierten Wanderdestinationen das Qualitätszeichen als Wettbewerbsvorteil in der Vermarktung ihres Angebots nutzen und sich als Qualitätsmarke profilieren.

Insgesamt wurden 26 lange und 25 kurze Wanderwege sowie drei Regionen als Qualitätswege und -regionen Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Sie alle haben im vergangenen Jahr das erforderliche Prüfverfahren durchlaufen und erfüllen damit zahlreiche Qualitätskriterien, die sich an den Bedürfnissen von Wandernden orientieren. Besonders häufig gewünschte Themen hat der Deutsche Wanderverband aufgegriffen und darauf aufbauend Kriterien für kurze „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ entwickelt. Das Ergebnis sind acht unterschiedliche Themenwege für verschiedene Zielgruppen, die sich in Kulturerlebnis, Familienspaß, Winterglück, Traumtour, Entdeckertour, Naturvergnügen, Komfortwandern und Stadtwanderung gliedern.

Auf diese Weise sichern sich Kommunen und Gemeinden Wandererlebnisse auf höchstem Niveau. Viele von ihnen tragen das Zertifikat bereits seit Jahren und zeigen damit eindrucksvoll, wie nachhaltige und kontinuierliche Qualität im Wandertourismus umgesetzt wird. Wird ein Weg mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet, gilt dies für drei Jahre; danach muss die Wegequalität erneut geprüft werden.

 

So geschehen in der Gemeinde Dobel: Hier nahmen Rahel Schilling, Tourismuschefin der Höhengemeinde, und Peter Grambart, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Dobel, die neue Urkunde für das „Tal der Lehmänner“ entgegen. Die 12,9 Kilometer lange Traumtour führt vom Dobel hinunter ins Eyachtal und wieder hinauf auf den Höhenort. Herrliche Ausblicke, dichtbewachsene Wälder und verwunschene Bachläufe machen die Strecke laut Beschreibung zu einem abwechslungsreichen Wandererlebnis.

Für Liane Jordan, Leiterin Qualitätsmanagement „Wanderbares Deutschland“, ist die Re-Zertifizierung nicht nur ein gelungener Auftakt für das bevorstehende Wanderjahr, sondern auch ein Beleg für das gut funktionierende Zusammenspiel von Tourismus und Vereinen: „Die meisten Arbeiten werden im Ehrenamt geleistet: Wege müssen markiert, gepflegt und freigeschnitten werden, und der Tourismus unterstützt dieses Engagement maßgeblich.“

Auch für die Bäderstadt Bad Wildbad gab es eine erfolgreiche Re-Zertifizierung: Die 18,4 Kilometer lange Aichelberger Traumtour wurde erneut als Qualitätswanderweg ausgezeichnet. Unverfälschte Natur, herrliche Ruhe und große landschaftliche Abwechslung zeichnen diesen Rundweg aus, der bis zur Kleinenenzquelle führt. Gemeinsam mit Minister Peter Hauk präsentierten Bernd Hartmann, Geschäftsführer des Deutschen Wanderverbandes, Bürgermeister Marco Gauger, Willi Kübler, Richard Schumacher sowie Stefanie Bott, Geschäftsführerin der Touristik Bad Wildbad, die Urkunde zur erneuten Zertifizierung.

Im Albtal wurden der Pfaffenroter Kreuzweg, die Tour „Wallfahrt & Wünschelr(o)ute“ in Karlsbad und Waldbronn sowie die Stadtrundwanderung “Stadt, Wald, Fluss” in Ettlingen mit abwechslungsreichen Erlebnissen zwischen Natur und kulturellen Highlights der Region ebenfalls Re-zertifiziert. Die Komfortwanderwege „Pfaffenroter KreuzWeg“ und „Wallfahrt & Wünschelr(o)ute“ verbinden Natur- und Kulturerlebnisse auf 7 bis 8 Kilometern. Der „Pfaffenroter KreuzWeg“ ist barrierearm und führt zu zahlreichen Wegkreuzen und Bildstöcken auf der Pfaffenroter Hochfläche. Die Tour „Wallfahrt & Wünschelr(o)ute“ verläuft auch entlang des Waldbronner Routengänger Lehrpfads durch den Kurpark und durch die Karlsbader Wiesen und Felder bis zur Ruine der St. Barbara-Kapelle bei Langensteinbach. In Ettlingen vermittelt die Stadtrundwanderung “Stadt, Wald, Fluss”  auf rund 6,5 Kilometern  einen besonderen Blick auf  Stadt und Natur. Die lebendige Altstadt besticht durch historische Architektur, Gastronomiebetriebe und charmante Fachgeschäfte während die grünen Teile Ettlingens, wie rund um den Bismarckturm, der Watthalden- oder Horbachpark zum Verweilen mit Ausblick oder Wasserplätschern einladen.

Foto © Sabine Zoller: Rahel Schilling, Tourismuschefin der Höhengemeinde, und Peter Grambart, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Dobel freuen sich über die Urkunde