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Kategorie: Wissen & Bildung
ForschungHochschulrat schlägt Erweitertem Senat Prof. Dr. Roger Erb und Prof. Dr. Enrico Schleiff zur Wahl vor

Hubertus von Bramnitz

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - In einer hochschulöffentlichen Anhörung im Rahmen einer Sitzung des Erweiterten Senats der Goethe-Universität haben sich am Mittwoch zwei potenzielle Kandidaten für das Amt des Präsidenten vorgestellt. Im Anschluss hat der Hochschulrat einstimmig beschlossen, beide Kandidaten dem Erweiterten Senat zur Wahl vorzuschlagen. Diese wird am 25. Februar 2026 stattfinden.

Zur Wahl für das Amt des Präsidenten der Goethe-Universität durch den Erweiterten Senat stehen (in alphabetischer Reihenfolge):

• Prof. Dr. Roger Erb, Professor für Didaktik der Physik an der Goethe-Universität

• Prof. Dr. Enrico Schleiff, Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen an der Goethe-Universität und amtierender Präsident


Prof. Dr. Roger Erb promovierte und habilitierte sich nach dem Lehramtsstudium in Gießen an der Universität Kassel. Nach zwei Jahren als Gymnasiallehrer in Kassel war er von 2002 bis 2010 Professor für Physik und Physikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, dort zuletzt als Prorektor für Studium und Lehre. Seit 2010 ist er Professor für Didaktik der Physik an der Goethe-Universität Frankfurt, seit 2011 Mitglied im Direktorium der Akademie für Bildungsforschung und Lehrkräftebildung (ABL) und seit 2021 Leiter der Goethe-Lehrkräfteakademie. An der Goethe-Universität war er von 2018 bis 2021 Vizepräsident für Studium und Lehre und von 2022 bis 2025 Dekan des Fachbereichs Physik. Von 2019 bis 2023 war Roger Erb Mitglied im Stiftungsrat des DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, seit 2025 ist er Vorstand Wissenschaft der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.

Prof. Dr. Enrico Schleiff studierte Physik an den Universitäten Prag, Mainz und Basel, promovierte 1999 in Biochemie an der McGill University (Kanada) und habilitierte sich 2003 in Zellbiologie und Botanik an der LMU München. Nach Forschungs- und Nachwuchsleitungspositionen in Kiel und München wurde er 2007 auf eine Professur für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen an die Goethe-Universität berufen. Er war u.a. als Direktor des Buchmann Institute for Molecular Life Sciences (BMLS) und als Direktor des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) tätig und leitete von 2012 bis 2017 das International Training Network SPOT-ITN. Er war Vize-Sprecher des Exzellenzclusters „Makromolekulare Komplexe“ und leitete den RMU-LOEWE Schwerpunkt „DynaMem“. Von April 2012 bis März 2018 war Enrico Schleiff Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt mit dem Ressort wissenschaftlicher Nachwuchs, Gleichstellung und akademische Infrastrukturen. Seit 2021 ist er Präsident der Goethe-Universität.


Die Wahlordnung der Goethe-Universität sieht vor, dass der Hochschulrat unter Beteiligung von Senatsmitgliedern eine Findungskommission einsetzt, der die Ausschreibung der Stelle und die Prüfung der eingegangenen Bewerbungen obliegt. Die Kommission legt fest, welche Bewerberinnen und Bewerber zu einer hochschulöffentlichen Anhörung eingeladen werden. Diese Anhörung fand am Mittwoch, 11. Februar 2026, mit Professor Erb und Professor Schleiff statt. Es handelte sich dabei um eine Sitzung des Erweiterten Senats, der den Präsidenten auch wählt. Der Erweiterte Senat besteht aus den Mitgliedern des Senats und ihren Stellvertreterinnen und Stellvertretern.


Nach der Anhörung hatte der Hochschulrat die Aufgabe, dem Erweiterten Senat einen Wahlvorschlag vorzulegen. Die Wahl findet im Rahmen einer Präsenzsitzung des Erweiterten Senats am Mittwoch, 25. Februar 2026, statt. Gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen der 34 Mitglieder des Erweiterten Senats erreicht, also mindestens 18 Stimmen. Wenn kein Kandidat diese Stimmenzahl erreicht, gibt es weitere Wahlgänge.

Die Amtszeit für die Präsidentschaft an der Goethe-Universität beträgt sechs Jahre und beginnt am 1. Januar 2027.

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©Forschung & Lehre