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Veröffentlichungen des Paritätischen Gesamtverbandes, Teil 457

Der Paritätische

Berlin (Weltexpresso) - Im Rahmen des Modellprojekts „Digitale Teilhabe stärken: Modellprojekt für barrierefreie Apps in der Selbsthilfe“ haben sich die ersten Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen auf den Weg gemacht, ihr Angebot um eine App zu erweitern.


Kurz nach Projektstart haben bereits einige Organisationen ihre Ideen bei uns eingereicht und gemeinsam mit unserem Technologiepartner vmapit über deren Umsetzung gesprochen. Danach stand fest – ja, wir wollen eine App! Nach der Unterschrift der Teilnahmevereinbarungen werden die Prototypen in ca. 8 bis 10 Wochen entwickelt. Im Anschluss erhalten die jeweiligen Administrator*innen der Apps Zugang zum Content-Management-System und eine Schulung, um die App mit Inhalten zu befüllen und lebhaft zu gestalten. Anhand des Prototyps wird gemeinsam mit dem Technologiepartner über Anpassungen der eigenen App z.B. hinsichtlich Struktur, Benamungen und Corporate Design gesprochen sowie entsprechende Änderungen vorgenommen. Die Administrator*innen der jeweiligen Organisationen können sich sodann mit dem Content-Management-System vertraut machen sowie Inhalte in die App einpflegen. Dies geschieht noch ganz unter dem Radar: die App wird zunächst als Preview-App ausgeliefert, d.h. sie ist noch nicht in den App-Stores veröffentlicht. Erst wenn der*die Administrator*in ein Signal gibt, dass die App an die Nutzer*innen übergeben werden kann, veröffentlicht vmapit die App in den App-Stores.

Ein kleiner Einblick in erste App-Ideen:

Melanom Info Deutschland - MID e.V. verfolgt mit der App das Ziel, Hautkrebspatient*innen mit aktuellen Informationen rund ums Thema und Angeboten sowie Veranstaltungen von MID zu versorgen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich mit anderen Betroffenen und Angehörigen in einem geschützten Bereich auszutauschen sowie Selbsthilfegruppen in der Nähe zu finden.

Katharina Kaminski, Vorsitzende von Melanom Info Deutschland - MID e.V.:

"Wir von MID sind sehr begeistert über die Möglichkeit, eine eigene App entwickeln zu können. Wir sind uns sicher, dass die App einen echten Mehrwert für Mitglieder und Interessierte hat. Besonders freuen wir uns darauf, Veranstaltungen mit der App zu planen und einen weiteren Kanal zur Kommunikation mit unserem Verband zu öffnen, der auch für junge Menschen attraktiv ist. Besonders freuen wir uns darüber, dass die Erstellung der App von einer professionellen Firma übernommen wird und wir durch die Förderung im Rahmen des Projekts keine Entwicklungskosten zahlen müssen."

KISS Regensburg möchte mit einer eigenen App die Kommunikation mit den Selbsthilfegruppen und -initiativen sowie Selbsthilfeinteressierten verbessern, z.B. über Push-Nachrichten und DSGVO-konforme Chaträume, sowie niedrigschwellige Informationen, z.B. über Veranstaltungen und Angebote der KISS und Selbsthilfegruppen im Raum Regensburg, bereitstellen. Außerdem soll auch eine Gruppensuche über die App angeboten werden.

Julia Holler, kommissarische Leiterin der KISS Regensburg:

"Wir beteiligen uns an diesem Projekt, um durch die Entwicklung einer App den Zugang zu Selbsthilfeangeboten zu erleichtern und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen effizienter beizustehen. Unser Ziel ist es, Interessierten in Regensburg einen unkomplizierten Zugang zu entsprechenden Angeboten zu ermöglichen. Zudem wird es Selbsthilfeakteuren möglich, sich einfach und ohne großen Aufwand über unsere Angebote und Weiterbildungen zu informieren sowie ihre eigenen Aktivitäten zu bewerben. Wir freuen uns sehr, dass wir Teil des Projekts sein können, denn Selbsthilfe ist ein Ort für jede*n und die App gibt uns die Möglichkeit dies noch einfacher zu ermöglichen."

Sie möchten selbst eine eigene App im Kontext der Selbsthilfe entwickeln?

Dann schreiben Sie uns eine Nachricht mit Ihren Ideen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Dafür können Sie den kurzen Fragenbogen zu Ihrer App nutzen. Gerne nehmen wir dann Kontakt mit Ihnen auf und werden uns gemeinsam mit unserem Technologiepartner in einem Zoom-Meeting "zusammensetzen" und über Ihre Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten in der App sprechen. Vmapit gibt Ihnen außerdem Tipps an die Hand und berät Sie z.B. zur Auswahl der Module und Funktionen. Außerdem können Sie in diesem ersten Gespräch Ihre Fragen klären und wir besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte.

Wenn Sie mehr über das Projekt und die Möglichkeiten zur Teilnahme erfahren möchten, laden wir Sie herzlich ein am 20. März 2024 an unserer Online-Infoveranstaltung teilzunehmen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungswebsite.

Weitere Informationen zum Projekt sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für den Projektnewsletter finden Sie auf der Projekt-Website.