Buchpräsentation: Literarischer Reiseführer Niederschlesien von Roswitha Schieb am 10. und 11. Februar
Redaktion
Berlin (Weltexpresso) - Bereits mit ihrem »Literarischen Reiseführer Breslau« verfasste Roswitha Schieb eine kenntnisreiche Annäherung an die Hauptstadt Niederschlesiens. Nun legt sie überzeugend dar, dass ganz Niederschlesien eine üppige literarische Landschaft ist. Ihre neue literarische Reise besteht aus fünf Etappen: Im Kapitel »Im Herzen Niederschlesiens« kreist sie um den Berg Zobten/Ślęża und die Stadt Breslau/Wrocław, um sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Region zu begeben. In »Krieg und Frieden« stellt sie Schauplätze religiöser und nationaler Kämpfe den Zeugnissen von Versöhnung und Verständigung gegenüber.
Der Abschnitt »Schlesische Mystik« spürt Schwarmgeister und Exzentriker von Görlitz über Bober-Katzbach- und Isergebirge bis Agnetendorf/Jagniątków auf. Riesengebirge, Hirschberger Tal und nicht zuletzt Rübezahl stehen im Kapitel »Bergromantik« im Zentrum. Schließlich werden Zerrissenheit durch soziale Widersprüche sowie Einheit in Gottesgewissheit im Waldenburger und Glatzer Bergland im Kapitel »Getuppeltes, Gedoppeltes« vor Augen geführt. Unter den zahlreichen Stimmen von Literaturschaffenden finden sich auch die der Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann und Olga Tokarczuk sowie von Andreas Gryphius, Daisy von Pless, Ruth Hoffmann, Arnold Zweig, Joanna Bator oder Filip Springer.
Dienstag, 10. Februar 2026, 19 Uhr
Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Deutsch-osteuropäisches Forum
Bismarckstraße 90
40210 Düsseldorf
Mittwoch, 11. Februar 2026, 19 Uhr
Haus Schlesien
Dollendorfer Straße 412
53639 Königswinter
Roswitha Schieb veröffentlichte neben Essays und Büchern zum Thema Theater sowie zu Berlin und Brandenburg kulturhistorische und literarische Publikationen über Schlesien, darunter »Jeder zweite Berliner. Schlesische Spuren an der Spree« beim Deutschen Kulturforum östliches Europa (2012) und »Schlesien. Geschichte, Landschaft, Kultur« (Elsengold Verlag, 2020). In ihrem Buch »Reise nach Schlesien und Galizien. Eine Archäologie des Gefühls« (Berlin Verlag, 2000) erkundet sie Orte und Landstriche ihrer vertriebenen Eltern. Auch die von ihr herausgegebene Anthologie »Zugezogen. Flucht und Vertreibung − Erinnerungen der zweiten Generation« (Schöningh, 2016) widmet sich diesem Thema. 2021 wurde Roswitha Schieb mit dem Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Foto:
Collage aus Buchcover und Covermotiv von Karl Schmidt-Rottluff, „Blick zum Zobten“, 1942 |
Porträt Roswitha Schieb © privat, 2016; Aquarell © VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Info:
Eintritt frei
Eine Kooperationsveranstaltung von Gerhart-Hauptmann-Haus, Haus Schlesien und Deutschem Kulturforums östliches Europa.