Serie: Die anlaufenden Filme in deutschen Kinos vom 8. Januar 2026, Teil 6Margarete Ohly-Wüst
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Als Tobi (Tobi Krell) und Marina (Marina Blanke) Tobis Keller aufräumen, stoßen sie auf ein altes Video, in dem der achtjährige Tobi (Theodor Latta) zusammen mit der achtjährigen Marina (Lilou Jyoti Weert) seine selbst erfundene Show über die Erde in unseren Böden moderiert und dabei seine allererste Checker-Frage stellt - was wohl die mächtigsten Spuren auf der Erde hinterlässt.
Doch dann stürzt das Video ab und der heutige Tobi hat die Antwort vergessen und auch Martina kann ihm nicht weiter helfen. Da er sich absolut nicht mehr an seine Antwort erinnern kann, drängt ihn sein jüngeres Ich, die Antwort doch selbst herauszufinden, denn eigentlich findet der junge Tobi den älteren ziemlich langweilig.
Also begibt sich Tobi auf Spurensuche und beginnt damit in Madagaskar. Dort trifft er sich mit der Biologin Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina, die ihm die ganz spezielle Tier- und Pflanzenwelt dieser Insel vorstellt und ihn zum Schluss zu dem von ihr mitgegründeten Umweltprojekt Chances for Nature e.V. führt, in dem sie zusammen mit jungen Menschen die Samen von Baobab-Bäumen (oder Affenbrot-Bäumen) sammelt und sie dann neu auspflanzt, da diese Bäume hervorragende Speicher für das Wasser sind.
Da Tobi merkt, dass er hier nicht die Antwort auf seine Frage findet, nimmt er eine Kiste Samen und bringt sie zu seiner zweiten Station auf der norwegischen Insel Spitzbergen - dem Svalbard Global Seed Vault. Dieser Saatgut-Tresor ist eine riesige, sichere Samenbank tief in einem Berg, die allerdings von Tobi und dem Filmteam nicht betreten werden darf. Außerdem trifft er auf den deutschen Geologen Malte Jochen, der auf Spitzbergen an der Renaturierung des letzten norwegischen Kohlebergwerks mitarbeitet und ihn tief in das Bergwerk hinein begleitet. Aber auch hier findet Tobi nicht eine ausreichende Antwort auf seine Frage.
Deshalb macht er sich nach Mexiko zu den Spuren der alten Maya auf. Dort begegnet er auch der österreichischen Anthropologie-Studentin Samara Sánchez Pöll, die sich neben ihrer Arbeit als Köchin in Mexiko in einem sozialen Landwirtschaftsprojekt engagiert und Tobi zeigt, wie die Maya seit jeher in Einklang mit der Erde gelebt haben und auf welche Art sie auch heute noch ihre Nahrung anbauen. Außerdem besucht er noch den Archäologen Dr. Nicolaus Seefeld, der ihm Ausgrabungen von Maya-Stätten zeigt und ihn auf eine Maya-Pyramide begleitet.Dort erkennt Tobi endlich, was alle Böden verbindet und was das mit uns zu tun hat. Endlich kann Tobi auch die Frage seines jungen Ichs selbst beantworten…
″Checker Tobi 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde″ ist nach ″Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten″ (2019) und ″Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen″ (2023) der dritte Doku-Spielfilm mit Tobias ″Tobi″ Krell alias Checker Tobi. Während im ersten Film das Thema Luft und im zweiten das Thema Wasser behandelt wurde, geht es dieses Mal um das Thema Erde. Ein weiterer Film ist zum Thema Feuer geplant, bei dem dann wohl Checkerin Marina die Hauptrolle spielen wird. Die beiden ersten Checker-Filme waren im Kino ausgesprochen erfolgreich. So wurde der zweite Film von etwa 1,5 Mill. Zuschauern in den Kinos in Deutschland gesehen.
Neben den drei Filmen gibt es im Fernsehen die ″Checker Tobi″-Kinderwissenssendung, die seit September 2013 wöchentlich bei KiKA und im Ersten ausgestrahlt wird. Bis Ende 2025 wurden 175 reguläre Folgen gesendet. Moderator und Namensgeber der Sendung ist Tobias Krell. Seit März 2018 sind Julian Janssen als Checker Julian und seit Oktober 2023 Marina Blanke als Checkerin Marina Mitglieder des ″Checker“-Teams. Dabei widmet sich jede Folge einem Thema und bereitet es kindgerecht für die Kernzielgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen auf.
Regisseurin des hier besprochenen Films ist Antonia Simm, von der auch das Drehbuch stammt. Kameramann ist Johannes Obermaier, für den Score sind Samuel Woottoon und Nina Sonnenberg verantwortlich. Die deutsche Rapperin Nina Sonnenberg singt unter ihrem Künstlernamen Fiva auch den Titelsong ″Wunderwerk″.
Auch in ″Checker Tobi 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde″ begibt sich Tobi Krell wieder auf Spurensuche, dabei ist der Film wieder eine Mischung aus Naturdokumentation und Spielfilm. Auch hier wird - wie bei den beiden vorangegangenen Filmen - das Thema Umweltschutz in den Vordergrund gestellt.
Denn Tobi stößt wieder auf ein Rätsel und macht sich dann auf, um es zu lösen. Dieses Mal reist er dafür nach Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko. An den jeweiligen Orten trifft er auf Personen, die ihm mehr zur heimischen Flora und Fauna sowie zur Geschichte und Kultur des Landes erzählen. So kommt er Schritt für Schritt der Lösung des Rätsels immer näher. Vermutlich wird es auch für Erwachsene einige Zeit dauern, bis sie das Rätsel lösen konnten. Es macht Spaß, dass dies – wie in der Fernsehsendung - vor allem an realen Drehorten vermittelt wird.
Natürlich sind auch in diesem Film wieder die Bilder von Kameramann Johannes Obermaier atemberaubend - seien es die riesigen Baobab-Bäume und die einzigartige und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt von Madagaskar, die eisglitzernde Decke im Kohlebergwerk auf Spitzbergen oder der von der Spitze der Maya-Pyramide gefilmte umgebende Dschungel.Aber nicht nur die Bilder sind sehenswert, denn Tobi vermittelt nebenbei auch spannendes Wissen, z.B was endemische Tier- und Pflanzenarten sind, weshalb das Aufforstungsprojekt mit dem Baobab-Bäumen auf Madagaskar so wichtig ist, wieso das Lagern von Samen lebenswichtig ist oder wie vor vielen Millionen Jahren die Kohle entstanden ist, aber auch warum deren Verbrennung heute so problematisch für unser Klima ist.
Neben den gefilmten Bildern gibt es aber auch animierte Sequenzen, so wird gezeigt wie sich Madagaskar vom Afrikanischen Kontinent abgespalten hat und wieso das zu den endemischen Tier- und Pflanzenarten der Insel geführt hat oder wie genau die Kohle entstanden ist. Auch trifft Tobi immer wieder auf sein junges Ich, das ganz hervorragend in seiner ersten größeren Rolle von dem jungen Theodor Latta gespielt wird.
Natürlich sind auch im Film wieder Szenen enthalten, die besonders bei dem jungen Publikum ankommen wie mindestens ein Pupswitz und dass Tobi auf Spitzbergen mal wieder etwas vergessen hat und dann hinter dem Schlitten her rennen muss.
Die Jugend Filmjury vergibt für den Doku-Spielfilm 4,5 von 5 Punkten, da die komplizierten Zusammenhänge einfach, aber kreativ und anschaulich dargestellt werden. Dabei findet die Jury die zentrale Aussage des Films besonders gut vermittelt, dass es wichtig ist, die Erde zu schützen.
Insgesamt setzt ″Checker Tobi 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde″ wieder auf einen Mix aus fiktionalen und dokumentarischen Elementen. Denn auch hier kann Tobi Krell als Checker Tobi zeigen, dass das Format nicht nur für Kinder und Erwachsene Spaß machen kann und alle nebenbei auch noch etwas lernen können, sondern dass dieser Film auch Lust auf weitere Abenteuer weckt. Seine Langfilmqualitäten hat er auch hier wieder beeindruckend unter Beweis gestellt. Deshalb lohnt es, sich die Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm zusammen mit seinen Kindern zwischen 5 und 10 Jahren unbedingt im Kino anzusehen.
Zusatz: Auch zu diesem Film gibt es wieder ein offizielles Buch - 144 Seiten davon 32 Seiten mit Filmbildern, das bereits am 10.12.2025 beim C. Bertelsmann Jugendbuchverlag für 14,00 € erschienen ist.Foto 1: Tobi Krell im mexikanischen Dschungel vor einer Maya-Pyramide © megaherz GmbH
Foto 2: Tobi Krell und Hanitra Markolf Rakotonirina mit einem Chamäleon © megaherz GmbH
Foto 3: Tobi Krell bei Nachfahren der alten Maya in Mexiko © megaherz GmbH
Foto 4: Das Buch zum Film © C. Bertelsmann Jugendbuchverlag
Info:
Checker Tobi 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde (Deutschland 2025)
Genre: Kinder, Dokumentarfilm, Abenteuer, Spielfilm
Filmlänge: ca. 93 Min.
Regie: Antonia Simm
Drehbuch: Antonia Simm
Darsteller: Tobi Krell, Theodor Latta, Marina Blanke, Lilou Jyoti Weerts, Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina, Malte Jochmann, Samara Sánchez Pöll, Dr. Nicolaus Seefeld, Simon Pearce u.a.
Verleih: MFA Film GmbH
FSK: ab 0 Jahren
Kinostart: 08.01.2026