Die nächste, die 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 20Romana Reich
Berlin (Weltexpresso) - Talks und Sonderveranstaltungen auf der Berlinale mit prominenten Gästen wie Sean Baker, Michelle Yeoh, Chloé Zhao, Edwin, Hanna Bergholm, Douglas Gordon, Sam Pollard, Max Richter, Hiam Abbass, Eskil Vogt, Daniel Blumberg, Haile Gerima und Charles Burnett.
Die Berlinale bietet eine vielfältige Auswahl an Gesprächen, die das öffentliche Programm begleiten, um Fachbesucher*innen, Publikum wie auch Fans breit gefächerte Möglichkeiten zu tieferen Einblicken in und Reflexionen über das Kino und das Handwerk des Filmemachens zu eröffnen. Die Talks erstrecken sich über viele Bereiche der Berlinale: von den Programmsektionen über die umfangreichen Themenprogramme im Rahmen von Berlinale Talents im Radialsystem, bis hin zu den beliebten kostenlosen Panels im Berlinale HUB am Marlene-Dietrich-Platz sowie den Teddy Talents Talks und dem World Cinema Fund Day.
Die Gespräche bauen auf den Themen auf, die in den Filmen des Festivals verhandelt werden oder beschäftigen sich mit kreativen, sozialen oder politischen Dimensionen der internationalen Kinokultur. Gemeinsam bieten unsere Talks dem Publikum die Möglichkeit, sich zu vernetzen und an Gesprächen teilzunehmen, die an der Schnittstelle von Kunst, Politik und Popkultur angesiedelt sind.
Talks und Berlinale-Preisträger*innen
Das Festival präsentiert in diesem Jahr zwei Talks mit Künstler*innen, die mit Berlinale-Preisen geehrt werden.
Einer dieser besonderen Talks ist ein Gespräch mit dem oscarprämierten Filmemacher Sean Baker und Michelle Yeoh, die 2026 mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet wird. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird das Festival die Weltpremiere des Kurzfilms Sandiwara zeigen, den Sean Baker für die self‑portrait Residency gedreht hat. Sandiwara mit Michelle Yeoh in der Hauptrolle ist eine immersive Hommage an das unabhängige Kino.
Die für den Regie-Oscar nominierte Chloé Zhao wird bei der Berlinale zu Gast sein, um Komponist Max Richter die Berlinale Kamera zu überreichen, bevor er anschließend über seine Arbeit für Film und Fernsehen spricht.
Talks bei Berlinale Talents
Unter dem diesjährigen Thema „Creating (and) Confusion – Cinema, Chaos and the Power of Discomfort“ lädt Berlinale Talents das Publikum dazu ein, das kreative Potenzial von Unsicherheit zu nutzen und die Möglichkeiten zu erkunden, die entstehen, wenn man sich in das Unbekannte wagt. Das Programm bietet 14 öffentliche, ticketpflichtige Talks für das Berliner Publikum und akkreditierte Gäste, ergänzt durch ein umfangreiches Programm für die 200 eingeladenen Talente.
Berlinale Talents 2026 vereint eine außergewöhnliche Gruppe von Filmemacher*innen und Künstler*innen, die Chaos, Unbehagen und kreatives Risiko nutzen, um dominante Narrative herauszufordern. Die in diesem Jahr oscarnominierten Regisseur*innen Sara Khaki und Mohammadreza Eyni sowie Andrew Jarecki legen Systeme offen, die von institutionellem Versagen geprägt sind, während Produktionsdesignerinnen Francesca Di Mottola und Cora Pratz die Kunst, visuelle Kohärenz vom Drehbuch bis zur Leinwand zu gestalten, beleuchten. Regisseur Aidan Zamiri untersucht Identität und künstlerischen Druck durch seine Zusammenarbeit mit Charli xcx. Die gefeierte Schauspielerin Hiam Abbass reflektiert ihre weitreichende Karriere in Film, Theater und Fernsehen. Die oscarprämierte und -nominierte Filmemacherin Chloé Zhao spricht über ihre kreative Entwicklung, ihren instinktgeleiteten Ansatz und ihre Adaption von Hamnet.
Der indigene australische Regisseur Warwick Thornton beleuchtet ausgelöschte Geschichtsschreibungen durch Bild und Stille neu, während Genreinnovator*innen Hanna Bergholm und Edwin Empathie durch Horror und Transformation erforschen. Abdallah Alkhatib untersucht gemeinsam mit seinen Kollaborateurinnen Rana Eid und Talal Khoury das Filmemachen im Belagerungszustand. Die Choreografin Sasha Waltz zeichnet die tiefen Verbindungen zwischen Bewegung und Kamera nach. Alain Gomis reflektiert ein Kino, das über Kontinente hinweg geformt wurde und die Teddy Talents Talks feiern queere Formen als radikalen Raum der Erkenntnis. Komponist Daniel Blumberg taucht in Improvisation als kreativen Motor ein, während Olivier Bugge Coutté und Eskil Vogt, beide für Sentimental Value oscarnominiert, das Programm abschließen und Unbehagen als Quelle künstlerischer Klarheit untersuchen.
Alle Talents Talks finden im Berliner Kunst- und Kulturhaus Radialsystem statt und decken ein breites Spektrum filmischer Disziplinen ab.
Talks der Programmsektionen und kostenlose Talks im Berlinale HUB
In den Programmsektionen setzt sich die Berlinale mit Ideen und Themen auseinander, die aus den Filmen des Festivals hervorgehen. Diese Veranstaltungen richten sich an das öffentliche Publikum und umfassen in diesem Jahr unter anderem einen Talk des Forums mit zwei einflussreichen Filmemachern des Black Film Movement: Charles Burnett und Haile Gerima. Die Retrospektive wirft einen detaillierten Blick auf die Erhaltung des Filmerbes sowie auf das Werk der ikonischen deutschen Regisseurin Ulrike Ottinger.
Das Publikum vor Ort hat an jedem Morgen des Festivals die Möglichkeit, an einem kostenlosen Talk im Berlinale HUB am Marlene-Dietrich-Platz teilzunehmen.
Foto:
©Berlinale HUB © Diego Castro / Berlinale 2025