stoffe stoffe Die nächste, die 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Teil 24

Romana Reich

Berlin (Weltexpresso) - Vier Geldpreise sind beim Berlinale Co-Production Market (14. bis 17. Februar) an Spielfilmprojekte vergeben worden. Der mit 20.000 Euro dotierte Eurimages Co-production Development Award ging an afterschool production aus Litauen für ihr Projekt Liberations (Regie: Laurynas Bareiša, Produzentin: Klementina Remeikaite). Mit dem Preis unterstützt die europäische Filmförderung Eurimages die Entwicklung des Projekts. Jurymitglieder waren in diesem Jahr der Förderungsvertreter Pablo Pérez de Lema (ICAA, Spanien), die Weltvertriebsrepräsentantin Ioanna Stais (Heretic, Griechenland) und der Produzent Jonas Dornbach (Komplizen Film, Deutschland).


Der zum zweiten Mal vergebene Gen Z Audience Award in Höhe von 5.000 Euro geht an das Projekt Cura Sana (Regie: Lucía G. Romero) von den Produzentinnen Laura Fernández Brites und Sendy Palomino Vivar (Filmax, Spanien). Fünf Filmstudierende deutscher und französischer Filmuniversitäten bildeten die Jury: Daniel Beschareti, Isidora Lazić, Nicolas Chapt, Pauline Szczesny und Sophia Beatrice. Gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), würdigt der Preis ein Spielfilmprojekt, das junge Kinogänger*innen zwischen 20 und 29 Jahren besonders anspricht. Damit rückt die Auszeichnung neue filmische Stimmen in den Fokus und bindet das Feedback der Nachwuchsgeneration aktiv schon im Entstehungsprozess von Filmen ein.

Mit dem VFF Talent Highlight Award in Höhe von 10.000 Euro unterstützt die VFF –Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten jährlich ein vielversprechendes Projekt aus dem Talent Project Market, der als langjährige Kooperation zwischen Berlinale Talents und dem Berlinale Co-Production Market organisiert wird. In diesem Jahr wurde das Projekt The Most Romantic Man in the World (Regie: Simon Jaquemet) ausgezeichnet, das von der Produzentin Olga Lamontanara (8horses, Schweiz) gepitcht wurde. Nominierungspreise in Höhe von 1.000 Euro gingen an die Produzentin Yulia Evina Bhara (KawanKawan Media) aus Indonesien und den Produzenten Gary Cranner (Mantra Film) aus Norwegen.

Der ARTEKino International Award 2026 geht an das Projekt Lotus Feet der malaysischen Regisseurin Amanda Nell Eu, produziert von Ghost Grrrl Pictures. ARTE zeichnet mit diesem Preis, der mit 6.000 Euro dotiert ist, ein künstlerisch herausragendes Projekt des Berlinale Co-Production Market aus.

Beim 23. Berlinale Co-Production Market treffen die Produzent*innen der insgesamt 34 ausgewählten Spielfilmprojekte auf Koproduzent*innen und Finanzier*innen. Über 1.500 Einzelmeetings mit potenziell passenden Partner*innen unter den insgesamt über 600 Teilnehmer*innen wurden vorab geplant und abgestimmt.

Auch zehn Bücher für Adaptionen und zehn neue Serienprojekte sind ausgewählt. Sie stehen bei den Pitch-Veranstaltungen Books at Berlinale und Co-Pro Series im Fokus.

Seit 2004 wurden über 400 Filme und 25 Serien fertiggestellt, die beim Berlinale Co‑Production Market auf der Suche nach Partner*innen waren. Sechs ehemalige Projekte feiern bei der Berlinale 2026 ihre Premiere: No Good Men von Shahrbanoo Sadat eröffnete das Festival, Gelbe Briefe von İlker Çatak und Wo Men Bu Shi Mo Sheng Ren (We Are All Strangers) von Anthony Chen laufen im Berlinale Wettbewerb. In der Sektion Perspectives wird Where To? von Assaf Machnes präsentiert, während Narciso von Marcelo Martinessi sowie Iván & Hadoum von Ian de la Rosa im Berlinale Panorama zu sehen sind.

Der Berlinale Co-Production Market ist Teil von Berlinale Pro, das den European Film Market, den Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents und den World Cinema Fund umfasst. Berlinale Pro ist die umfassende Brancheninfrastruktur des Festivals, die der globalen Filmindustrie als Inkubator, Förderer und Unterstützer in allen Phasen der Filmentwicklung, der Produktion sowie der Auswertung dient.

Der Berlinale Co-Production Market wird gefördert durch die MDM – Mitteldeutsche Medienförderung und das Creative Europe – MEDIA Programm der Europäischen Union sowie durch die FFA – Filmförderungsanstalt.

Foto:

Eurimages Co-production Development Award Zeremonie des Berlinale Co-Production Market 2026  
© Lydia Hesse / Berlinale 2026

Info:
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Berlinale Co-Production Market.