csm Das Nazi Kartell VfR ZDF Sky Kundschafter Filmproduktion mobyDOD 95557 0 8 aefcdcf234Dreiteilige Dokuserie / Free-TV-Premiere im April 2026, Teil 1/2

Redaktion

Mainz (Weltexpresso) - Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narco-Staat der Geschichte. Die dreiteilige Dokuserie von Christian Bergmann und Justin Webster enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt stehen der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suárez und der DEA-Undercover-Agent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will.


Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika, vor allem Bolivien und Kolumbien, spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig.
Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narco-Staat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausenden von Menschen das Leben kosten.

20.15 Uhr: Der König des Kokains (1/3)
Buenos Aires, 1979. Mike Levine, ein DEA-Undercover-Agent*, der regelmäßig mit seinen Vorgesetzten aneinandergerät, wird nach Argentinien versetzt. Dort soll er Drogenhändler in Lateinamerika dingfest machen und so die Verbreitung einer Droge stoppen, die in den USA immer beliebter wird: Kokain. Eine Informantin erzählt ihm, dass der größte Kokainbaron der Welt ein Bolivianer namens Roberto Suárez sei. Überrascht stellt Levine fest, dass bei der DEA noch niemand etwas von diesem Mann gehört hat, und auch in den Akten taucht der Name Suárez nicht auf. Wer ist dieser mysteriöse Drogenbaron? Levine ist fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen.
Zur gleichen Zeit in Bolivien: Roberto Suárez verantwortet bereits 90 Prozent der weltweiten Kokainproduktion, aber er hat ein noch größeres Ziel: Er will die Droge nutzen, um sein Land aus der Armut zu befreien und Bolivien in einen florierenden Drogenstaat zu verwandeln. Um dies zu erreichen, plant er zusammen mit einigen Generälen und einem gut vernetzten, aber etwas ominösen deutschen Geschäftsmann namens Klaus Altmann, den Sturz der Regierung.
Den Putschisten fehlen noch die finanziellen Mittel, um ihren Plan in die Tat umzusetzen, als Suárez ein verlockendes Angebot erhält: Ein Drogenhändler aus den Vereinigten Staaten bietet ihm an, die Kokainherstellung direkt in den USA zu übernehmen, ohne die Beteiligung der sonst so teuren kolumbianischen Mittelsmänner. Er lädt Suárez nach Miami ein, um ihn persönlich von der Idee zu überzeugen. Suárez nimmt das Angebot an. Er ahnt nicht, dass dieser Drogenhändler niemand anderes ist als Mike Levine, der sich als Mafiaboss aus Florida ausgibt, um Suárez und seinen Leuten das Handwerk zu legen. Ein gefährliches Spiel beginnt.

*DEA meint die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde Drug Enforcement Administration.

21.00 Uhr: Das Narco-Reich (2/3)
Mike Levines Plan scheint aufzugehen: Suárez lässt sich auf den vorgeschlagenen Deal ein. Levines Kollegen, eine Gruppe von DEA-Undercover-Agenten, geben sich als Teil der Drogenbande aus Miami aus und beschlagnahmen auf einer geheimen Landebahn im bolivianischen Dschungel fast eine Tonne Kokain. Es handelt sich um den bis dato größten Kokainfund in der Geschichte der DEA. Zwei von Suárez' Partnern, die das Geld für den Deal in Miami entgegennehmen sollten, werden von der DEA verhaftet. Levine und seine Kollegen feiern bereits den Erfolg ihrer Mission, als etwas Unerwartetes geschieht: Suárez' Komplizen werden unmittelbar nach ihrer Verhaftung wieder freigelassen und fliehen zurück nach Bolivien. Was steckt dahinter? Mike Levine fühlt sich verraten und ermittelt auf eigene Faust: Wird Suárez von jemandem geschützt?
In Bolivien sind die Vorbereitungen für den Putsch mittlerweile in vollem Gange. Auch wenn Suárez durch den geplatzten Deal einen finanziellen Rückschlag hinnehmen musste, hält er an seinem Plan fest, die Regierung zu stürzen. Einer seiner Helfer ist der deutsche Geschäftsmann Klaus Altmann, der seine wahre Identität in seinem bolivianischen Exil lange erfolgreich verheimlichen kann: Altmann ist in Wirklichkeit ein berüchtigter Nazi-Kriegsverbrecher, früherer Chef der Gestapo in Frankreich und verantwortlich für den Tod tausender Menschen während des Zweiten Weltkriegs. Sein richtiger Name: Klaus Barbie, auch bekannt als der "Schlächter von Lyon". Seit den 1950er Jahren lebt er unter falschem Namen in Südamerika und erhofft sich von dem Putsch in Bolivien eine noch bessere Deckung seiner Herkunft. Er hilft bei der Beschaffung von Waffen und der Ausbildung paramilitärischer Einheiten, außerdem rekrutiert er eine besonders brutale Spezialeinheit: Sie nennen sich die "Novios de la Muerte" (die Verlobten des Todes) und sind eine Gruppe deutscher und europäischer Neonazi-Söldner und alter SS-Kameraden, die in Südamerika ihre Gesinnung weiterleben wollen.
Am 17. Juli 1980 ist es soweit, und der geplante Putsch findet statt. Liberale bolivianische Zeitungen und Radiosender werden angegriffen. Die Universitäten werden geschlossen. Mit Maschinengewehren bewaffnete maskierte Truppen ziehen durch die Straßen von La Paz. Der so genannte "Kokain-Putsch" soll Hunderten von Menschen das Leben gekostet haben, was ihn zu einem der tödlichsten Ereignisse in der Geschichte Boliviens macht. Nach dem Sturz der Regierung arbeiten Nazis und Narcos perfekt zusammen, Suárez und Altmann sind mächtiger als je zuvor, unterstützt von der neu eingesetzten Diktatur. Zu dieser Zeit bekommt der DEA-Agent Mike Levine eine beängstigende Nachricht: Seine Vorgesetzten teilen ihm mit, dass ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Levine, der nach der gescheiterten Mission nicht mehr weiß, wem er trauen kann, muss nun die Rache von Suárez' Leuten fürchten.

21.45 Uhr: Das Nazi-Kartell: Der Drogenkrieg
Eine Militärregierung herrscht nach dem Putsch in Bolivien, und Suárez' Plan, Bolivien in einen Narco-Staat mit internationaler Strahlkraft zu verwandeln, rückt für den Drogenbaron in greifbare Nähe. Mike Levines Plan, Suárez das Handwerk zu legen, scheint hingegen gescheitert. Doch der Fall lässt ihn nicht los. Warum ist er in letzter Minute gescheitert? Er vermutet, die CIA könne ihre Finger im Spiel haben und stellt weitere Nachforschungen an. Damit weckt er allerdings das Misstrauen der DEA, was ihn noch mehr isoliert.
Währenddessen feiern Suárez und Altmann ihren Erfolg: An seinem 49. Geburtstag lädt Roberto Suárez zu einem rauschenden Fest mit illustren Gästen, unter anderem Minister, Generäle, Richter und Geschäftsleute. Auch ein paar neue Bekannte sind dabei, darunter ein ehrgeiziger junger Kolumbianer namens Pablo Escobar. Im ersten Jahr ihrer Amtszeit verdient die neue bolivianische Regierung mehr als zwei Milliarden Dollar mit dem Drogenhandel, während ihre Vertreter und Handlanger jeden verfolgen, entführen und foltern, der sich ihnen in den Weg zu stellen versucht. In führender Rolle dabei agieren die "Novios de la Muerte", die unter Altmanns Führung Angst und Schrecken in der Bevölkerung verbreiten. Doch sie gehen zu weit. Die Ermordung von acht Oppositionsführern, ein Ereignis, das als "Harrington Street Massacre" in die Geschichte eingeht, ruft schließlich die US-Regierung auf den Plan: Sie fordern ein sofortiges Ende der Gewalt und des Drogenhandels in Bolivien. Unter enormem Druck gibt das Regime nach und erklärt Roberto Suárez schließlich zum Staatsfeind Nummer 1. Nach nur einem Jahr bricht das Regime zusammen, weil es dem internationalen Druck nicht mehr standhalten kann. Drogenboss Suárez muss flüchten und wird wenige Jahre später verhaftet. Für seinen Gefolgsmann Klaus Barbie alias Altmann bricht die Sicherheit seiner falschen Existenz zusammen. Er wird entlarvt, verhaftet und nach Frankreich ausgeliefert.


Foto:
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen© ZDF/Sky, Kundschafter Filmproduktion, mobyDOK

Info:
Donnerstag, 9. April 2026, ab 20.15 Uhr
Ab Donnerstag, 26. März 2026, 5.00 Uhr, mindestens fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDFinfo: Donnerstag, 9. April 2026, ab 20.15 Uhr
Das Nazi-Kartell
Dreiteilige Dokuserie / Free-TV-Premiere


20.15 Uhr: Der König des Kokains (1/3)
21.00 Uhr: Das Narco-Reich (2/3)
21.45 Uhr: Das Nazi-Kartell: Der Drogenkrieg (3/3)