mit BRÜDER UND SCHWERSTERN zu Gast im Deutschen Filmmuseum am Dienstag, 22. September

 

Siegrid Püschel

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Jeden Tag gehen Meldungen ein, wie in Frankfurt der Ereignisse vom 2. 4. Oktober, der Einheitsfeier gedacht wird und welche Vorbereitungen es dazu gibt. Im Kino des Deutschen Filmmuseums gibt es morgen einen ganz besonderen Film in diesem Kontext, von einem ganz besonderen Regisseur.

 

 

BRÜDER UND SCHWESTERN (DE 2015, R: Pavel Schnabel)

Dienstag, 22. September, um 20:30 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums

 

Mit dem Tag der Deutschen Einheit feiert die Bundesrepublik Deutschland ihren Nationalfeiertag, der sich am Samstag, 3. Oktober 2015, zum 25. Mal jährt. In Frankfurt findet der zentrale Festakt statt, wie man jedesmal dazuschreiben muß, weil es immer noch nicht alle wissen. Das Kino des Deutschen Filmmuseums begleitet die Feierlichkeiten mit einer umfassenden Filmreihe, die aufzeigt, wie sich die Wende direkt und indirekt auch im deutschen Film niedergeschlagen hat. Darüber haben wir schon berichtet, wollen aber bestimmte Filme gesondert hervorheben.

 

Pavel Schnabels Dokumentarfilm BRÜDER UND SCHWESTERN begleitet über mehrere Jahre und über die Wiedervereinigung hinweg verschiedene Bewohner Weimars und schildert ihre Erlebnisse im Kontext der Wende.

 

Pavel Schnabel, geboren 1946, verließ nach dem Ende des Prager Frühlings 1968 die Tschechoslowakei und lebt seitdem in der Bundesrepublik Deutschland als Dokumentarfilmer. Für JETZT – NACH SO VIELEN JAHREN, in dem er sich mit dem Holocaust befasst, erhielt er 1982 den Adolf-Grimme-Preis.

 

BRÜDER UND SCHWESTERN

Deutschland 1991. R: Pavel Schnabel

Dokumentarfilm. 94 Min. 16mm

Bereits im Frühjahr 1988 hatte Pavel Schnabel aufgrund einer Städtepartnerschaft zwischen Weimar und Trier die Möglichkeit, in Weimar ausgewählte Einwohner vor Kamera und Mikrophon zu bekommen. Nach der Wende konnte er erneut mehrfach mit denselben Protagonisten, darunter ein Konditoren-Ehepaar und ein Schuldirektor, sprechen, und den Veränderungen in der Stadt nachspüren. So entstand eine Langzeitbeobachtung über mehrere Jahre, die via Alltagsbeobachtungen und entlang der Äußerungen der Betroffenen den Wandel der DDR zur Wendezeit nachzeichnet und die Irritationen, die er hervorrief, einfühlsam dokumentiert.

 

Foto: Karl Marx Platz zur Wendezeit © Schnabel

 

Info:

www.deutsches-filminstitut.de | www.deutsches-filmmuseum.de

www.filmportal.de | www.europeanfilmgateway.eu

www.filmfestival-goeast.de | www.lucas-filmfestival.de

 

SONDERAUSSTELLUNG:

 

FILM UND GAMES. EIN WECHSELSPIEL

Ausstellung und Begleitprogramm

1. Juli 2015 bis 31. Januar 2016

 

FESTIVAL:

38. Internationales Kinderfilmfestival LUCAS

27. September bis 4. Oktober 2015