LiteraricumLech LandschaftBuchLiteraricum Lech 2022  in  Vorarlberg vom 14. bis 17. Juli

Roswitha Cousin

Lech (Weltexpresso) - Wer kennt nicht „I would prefer not to“, mit all den Gefühlen von Versagen, dem Abstandnehmen vom Tun, das von einem erwartet wird. Ist es emanzipatorisch oder eine Ausrede: „I would prefer not to“ – Beim Literaricum Lech übt man sich auf jeden Fall in der Kunst der Verweigerung. Das hat ja bald schon Tradition.

In Lech wird man Bartleby anscheinend nicht los. Schon beim Philosophicum 2017 mit dem Thema „Mut zur Faulheit“ stand Melvilles Bartleby im Zentrum der Gespräche.

Jetzt hat die künstlerische Leiterin des Literaricum Lech, Nicola Steiner, Hermann Melvilles Werk aus dem Jahr 1853 in den programmatischen Mittelpunkt des diesjährigen Literaricum Lech gestellt: Bartleby ist eine literarische Figur der Verweigerung. Jedes Angebot, aus seinem monotonen Leben als Schreibkopist zu entkommen lehnt er mit dem Satz „I would prefer not to“ ab.

Wie ließe sich diese Figur in unsere Arbeits- und Gesellschaftswelt von heute einordnen? Damit beschäftigt sich das diesjährige Literaricum Lech.  Die Schriftstellerin und Journalistin Elke Heidenreich wird den Eröffnungsvortrag halten. Thomas Sarbacher liest aus Melvilles Klassiker der Weltliteratur. Und der frühere Leiter des Goethe-Instituts Warschau, Christoph Baumann beschäftigt sich in seinem Vortrag im mondänen Lech mit dem „Leben im Büro“ und der modernen Arbeitswelt und ihren Zumutungen. Vielleicht kommt er dabei auch den Gründen für den Arbeitskräftemangel im Tourismus auf den Grund ...

Foto:
Über allen Gipfeln ist Bartleby: Das Literaricum Lech gibt sich Melville hin
© Literaricum Lech / Hanno Mackowitz

Info:
Literaricum Lech 2022
Lech, various locations
14.07. – 17.07. 2022
www.lechzuers.com

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