leipzigDas Deutsche Kulturforum östliches Europa auf der Leipziger Buchmesse 2026

Redaktion

Leipzig (Weltexpresso) - Das Deutsche Kulturforum ist erfreut, dass die Leipziger Buchmesse 2026 den Donauraum als Schwerpunktregion präsentiert – ist er doch für das Kulturforum ein wichtiger geografischer Bezugspunkt für deutschsprachiges Leben im östlichen Europa. Dies zeigt sich auch in den Publikationen des Verlags und denen der Partnereinrichtungen. An dem Messestand kann man darüber hinaus viel über andere Regionen Mittel- und Osteuropas, ihre Menschen, Kulturdenkmäler und Literatur lernen.

Eine herzliche Einladung, vorbeizukommen, zu stöbern, schmökern und beim Drehen am Glücksrad – das diesmal ganz dem Donauraum gewidmet ist – neuen Lesestoff zu gewinnen.

 

Mit Veranstaltungen zu den Ukraine-Neuerscheinungen „Dichtung der Verdammten“ und „Bukowina“ sowie zum Fokusthema Donauraum

19. bis 22. März 2026
Messegelände Leipzig
Halle 4, Stand C 307
Informationen auch auf der Website

Veranstaltungen des Kulturforums auf der Leipziger Buchmesse 2026:

Donnerstag, 19. März 2026, 10.30 Uhr | Quiz

Schön – blau – rätselhaft. Donau-Quiz mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa
Ort: Donau-Bühne • Halle 4 • Stand D 300/C 301

Wo liegt das „ukrainische Venedig“? Was ist eine Ulmer Schachtel? Welcher Märchenerzähler besuchte Pressburg/Bratislava auf seiner Donaureise an den Bosporus? Welches historische Ereignis wird im Roman „Mein innerer Schwarzwald“ von Sigrid Katharina Eismann beschrieben? Wer versuchen möchte, solche oder ähnliche Fragen zu beantworten, kann Donau-Publikationen des Deutschen Kulturforums östliches Europa und anderer Verlage gewinnen.

Freitag, 20. März 2026, 12 Uhr | Mitmach-Präsentation

Mitten in Europa – Karten für Kinder

Ort: Lesezelt •  Halle 3 • Stand A 305

Die bekannte Kinderbuchillustratorin Juliane Pieper spricht mit der Verlagsleiterin des Deutschen Kulturforums östliches Europa über ihre gemeinsam entwickelte Broschüre für Kinder, die Regionen wie Böhmen und Mähren in Tschechien oder Schlesien und Pommern in Polen und Deutschland auf phantasievolle Weise für Kinder erschließt. Dabei können sie lernen, dass der Räuber Hotzenplotz nach einem wirklich existierenden Ort benannt ist, dass die polnische Stadt Breslau/Wrocław von Zwergen bevölkert ist, dass der Fernseher eine Erfindung aus Pommern ist, dass es gute Werwölfe in Lettland gibt oder ob wirklich Vampire in Transsylvanien leben.

 

Freitag, 20. März 2026, 14 Uhr | Podiumsgespräch

Oswald Burghardt: Dichtung der Verdammten

Ort: Gemeinschaftsstand Ukraine • Halle 4 • Stand D 311

Der Deutsch-Ukrainer Oswald Burghardt alias Jurij Klen stellte im Jahr 1947 eine Sammlung mit Texten seiner Dichterfreunde, allesamt Opfer der Repressionen der Stalinzeit, zusammen, die für lange Jahrzehnte unveröffentlicht blieb. Die jetzt von Natalia Kotenko-Vusatjuk und Andrii Portnov erarbeitete Ausgabe macht dieses einzigartige Zeugnis einer ukrainisch-deutschen dichterischen Kooperation zugänglich. In dem von Klaus Harer vom Kulturforum moderierten Gespräch stellen Mitherausgeber Andrii Portnov und die Ukrainistin und Burghardt-Spezialistin Jutta Lindekugel das Buch und seine Autoren vor.

Samstag, 21. März 2026, 15.30 Uhr | Podiumsgespräch

Mariana Hausleitner: Bukowina

Ort: Café Europa • Halle 4 • Stand E 401

Die multiethnisch geprägte Region, heute aufgeteilt zwischen Rumänien und der Ukraine, war seit dem späten 18. Jahrhundert ein österreichisches Kronland. Das vielsprachige Erbe des »Europa im Kleinen« inspiriert Kulturschaffende bis heute. Durch die Literatur von Karl Emil Franzos, Rose Ausländer oder Paul Celan ist die Landschaft und ihr geistiges Zentrum Czernowitz (ukr. Tscherniwzi, rum. Cernăuţi) weltweit bekannt geworden. Im Gespräch mit dem Bukowina-Experten Markus Winkler stellt die seit Jahrzehnten zur Region forschende Autorin ihr Buch vor. Darin zeichnet sie die historischen Grundzüge der Bukowina unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und jüdischen Bevölkerung nach.

 

Samstag, 21. März 2026, 17 Uhr | Podiumsgespräch

„Bessarabien“ und „Dobrudscha“ in der Republik Moldau

Ort: Forum Globale Perspektiven • Halle 4 • Stand E 303

Das Kulturforum veröffentlicht eine Reihe mit bebilderten Sachbüchern über Regionen in Mittel- und Osteuropa, in denen Deutsche früher lebten oder heute noch leben. Der erste Band über Bessarabien ist inzwischen in dritter Auflage im Buchhandel, weitere Bände thematisieren die Dobrudscha und die Donauschwaben, die Messe-Neuerscheinung 2026 ist ein Band über die Bukowina. Bereits 2014 hat der renommierte Verlag Cartier in Chișinău, der Hauptstadt der Republik Moldau, das Bessarabien-Buch von Ute Schmidt in rumänischer Übersetzung herausgegeben. Im Herbst 2025 folgte das Buch über die Dobrudscha von Josef Sallanz sowie die zweite Auflage des Buchs über Bessarabien. Im Gespräch mit dem moldauischen Schriftsteller Emilian Galaicu-Păun und Josef Sallanz, der die Entstehung der beiden rumänischsprachigen Neuerscheinungen als Lektor begleitet hat, geht es um die Bedeutung der von diversen Sprachen und Kulturen geprägte Vergangenheit der Donau-Schwarzmeer-Region für die Republik Moldau.

 

Sonntag, 22. März 2026, 11 Uhr | Podiumsgespräch

Von Ufer zu Ufer: Übersetzerinnen und Übersetzer als Brückenbauer

Ort: Donau-Bühne • Halle 4 • Stand D 300/C 301

Wo Flüsse sind, sind Brücken nötig. Auch die sprachlichen Ufer müssen miteinander verknüpft werden. Diese Aufgabe erfüllen seit jeher Übersetzerinnen und Übersetzer. Zwei sind auf dem Podium, eine ist zugleich die Stadtschreiberin des Deutschen Kulturforums östliches Europa in der slowakischen Kulturhauptstadt Europas Trentschin/Trenčín: Stefanie Bose hat den preisgekrönten Trentschiner Schriftsteller Lukáš Cabala übersetzt, der 2025 für den Literaturpreis der Europäischen Union nominiert war.

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