Vormesse-Pressekonferenz der 19. EuroMold vom 27. bis 30. November in Frankfurt am Main

 

Manfred Schröder und Siegrid Püschel

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Ein guter Brauch des Messeveranstalters DEMAT, als Vorbereitung der eigentlichen Messe im November schon zuvor zu einer Bestandsaufnahme einzuladen, auf der Geschäftsführer Eberhard Döring die bisherigen Daten präsentierte und sich das Gastland Österreich mit dem Österreichischen Handelsdelegierter in Frankfurt, Christoph Sturm, unter dem Motto vorstellte: “Wirtschaftspartner Österreich – Neues vom alten Bekannten“.

 

 

Daß diese Veranstaltung in der KLASSIKSTADT Frankfurt stattfand, ist geeignet, diesen Ort, der gerne zum Mythos werden möchte, noch breiter bekanntzumachen. Es handelt sich hier nämlich sowohl um eine Ausstellung der schönsten Oldtimer wie auch um eine Verkaufs- und Wiederherstellungsunternehmung, die in Frankfurt ob ihrer Ansiedlung in einem herrlichen alten Backstein-Industriepalast – es war eine Fabrik – weit im Osten der Stadt Berühmtheit genießt. Eine Führung durch die KLASSIKSTADT gehörte also vom Veranstalter für seine Gäste dazu und mit Losverfahren gab es sogar Gewinner, die die schönen alten Karossen eigenhändig durch den Taunus fahren durften.

 

Zuvor allerdings lief das Geschäft ab. Die EuroMold ist die Weltleitmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung, wie sie offiziell heißt. Für dieses Jahr werden 1 500 Aussteller aus 45 Ländern und etwa 60 000 Fachbesucher erwartet. Das sind 12,2 Prozent mehr Erstaussteller und die EuroMold sieht sich mit innovativen Ideen auf dem richtigen Weg: ein Themenpark Schmuckindustrie erweitert die technisch ausgerichtete Messe um einen wesentlichen Bereich Richtung künstlerischer Fertigung. Daß allerdings auch Werkstücke regelrechte Kunstwerke sein können, weiß der Fachmann.

 

Man braucht sich nur im Deutschen Museum in München oder in Technischen Museen in aller Welt alte Apparaturen anschauen und weiß, daß unsere Vorfahren die Formschönheit mit der Funktionalität in eins bringen konnten. Daß Messing oder Kupfer, selbst Stahl beispielsweise zudem schönere Werkstoff sind als Plastik, weiß man auch. So bleibt das Ineinander von Erfindung und Produktion das Wesen dieser Messe, die ihr Konzept mit VON DER IDEE ÜBER DEN PROTOTYP BIS ZUR SERIE bezeichnet. Damit führt sie die Beteiligten aus allen Bereichen der Produktentwicklung zusammen – vom Designer, über Formenbauer, Werkzeug-und Maschinenbauer, Zulieferer und Anwender. Neben dem Schwerpunkt Werkzeug- und Formenbau werden auch die Bereiche Rapid Prototyping, Modell- und Prototypenbau, CAD/DAM, Simulation/VR, Werkzeugmaschinen sowie Werkzeuge, Engineering-Dienstleistung und Design eine Rolle spielen.

 

Das Frankfurter Messegelände wird breit bespielt und umfaßt mit 75 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Messehallen 8, 9, 11 und die Galleria. Geschäftsführer Eberhard Döring gab zu den bisherigen Messedaten jegliche Auskunft. Er verwies vor allem auf die hohe Internationalität der Erstaussteller fünf Monate vor Messebeginn,die 64 Aussteller umfaßt und gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 12,2 Prozent bedeutet. Deutschland bleibt mit 48,4 Prozent Hauptaussteller, aber Italien, immer sehr gut vertreten auf deutschen Messen, folgt mit 10,9 Prozent und Österreich und Portugal mit jeweils 6,3 sowie Frankreich, die Türkei und Südkorea mit jeweils 4, 7 Prozent. Daß Südkorea auch in diesem Sektor eine so große Rolle spielt, wird ein andermal vertieft.

 

Daß im Jahr 2012 die EuroMold als Gastland Österreich vorzeigt, hat mit der Bedeutung des Nachbarn für die deutsche Wirtschaft zu tun, die vor allem in der Produktentwicklung und dem Werkzeug- und Formenbau führend ist und der wichtigste Handelspartner Deutschlands ist. Neben dem Maschinenbau spielt Österreich auch im Kunststoffbereich mit einem Umsatz von 13 Milliarden Euro eine besondere Rolle. Gastland sein, heißt, sich umfangreicher als sonst zu präsentieren und die Breite und Tiefe sowohl von zahlreichen Unternehmen und Verbänden wie auch Forschungseinrichtungen darzustellen.

 

Der Einzelthemen sind so viele, daß hier nur der Themenpark Schmuckindustrie herausgegriffen werden soll, der erstmals stattfindet. Hier wird die gesamte Prozeßkette der Schmuckherstellung aufgezeigt, vom Design über Rapid Prototyping bis zur Gußmaschine. Hier gibt es für die spezifischen Techniken und Serviceleistungen der Prozesskette zur Schmuckherstellung Raum und Zeit. Wichtig bleiben auch die internationalen Konferenzen, Foren und Workshops während der Messe, über die wir noch berichten. Zwei Geselligkeiten sollen noch erwähnt werden, denn Messen feiern auch: am Mittwoch, 28. November findet das Messefest statt, in dessen Rahmen auch der EuroMold-AWARD verliehen wird. Zu einer Designer Night lädt die EuroMold am Donnerstag, 29. November 2012 ein.

Über die erfolgreichen Auslandsmessen der Demant berichten wir ein andermal.

www.euromold.com