Giraffe Niobe Copyright Erlebnis Zoo Hannoverim Frankfurter Zoo

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Seit Montag, 2. März, sind wieder zwei Giraffen im Zoo Frankfurt zu sehen: Am Donnerstag, 26. Februar, zog die elfjährige Niobe aus Hannover im Giraffenhaus ein. Anfang Februar musste der Frankfurter Zoo Abschied von Giraffe Bine nehmen. Das Tier litt an einer akuten und schweren Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Trotz intensiver Behandlung durch die Tierärztinnen konnte der Zustand der Giraffe nicht verbessert werden. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, musste das Zooteam die Entscheidung treffen, das Tier einzuschläfern.

Seit 2019 teilte sich Bine die Anlage mit der zwölf Jahre alten Netzgiraffe Shujaa. Damit diese nicht lange allein bleibt, wurde in Absprache mit dem Zuchtbuch sehr schnell nach einer passenden Gefährtin für sie in anderen Zoos gesucht. Im Erlebnis-Zoo Hannover wurde man fündig. Dort war im Februar ebenfalls eine von zwei Giraffen gestorben. Da Giraffen soziale Tiere sind, werden sie nicht einzeln gehalten. Bereits Ende Februar zog die am 12. März 2014 geborene Nubische Giraffe Niobe nach Frankfurt um.

Damit sich der Neuankömmling gut eingewöhnen kann, ist das Giraffenhaus aktuell nur zeitweise geöffnet. Bis Niobe zusammen mit Shujaa auf der Anlage zu sehen ist, wird es aber voraussichtlich nicht mehr lange dauern.

Dass so rasch eine gute Lösung gefunden werden konnte, freut auch Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft: „Bereits im 19. Jahrhundert wurden im Zoo Frankfurt Giraffen gehalten. Sie sind nicht nur äußerst beliebt bei den Besucherinnen und Besuchern, sondern spielen auch in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit des Zoos eine wichtige Rolle. Die beeindruckenden Tiere mit ihrer interessanten Biologie sind Botschafter ihrer wildlebenden Artgenossen und verdeutlichen die Anpassung an extreme Lebensräume.“

Für Zoodirektorin Dr. Christina Geiger sind Giraffen eine Schlüsselart: „Giraffen gelten im Gesamtbestand als gefährdet – die Populationen aller vier Arten gehen in den natürlichen Lebensräumen seit Jahrzehnten zurück. Unter den aktuellen baulichen Bedingungen können wir zwar Giraffen halten, uns aber nicht an Zuchtprogrammen beteiligen. Das möchten wir ändern. Im Rahmen des Masterplans soll eine 2,4 Hektar große Landschaft für Tiere der afrikanischen Savanne mit Innen- und Außenbereichen entstehen. Dort können Giraffen gemeinsam mit Zebras und vielen weiteren Arten in Tiergemeinschaften gehalten werden. Jetzt freuen wir uns aber erstmal darüber, dass mit dem Transfer aus Hannover eine schnelle und tierwohlgerechte Lösung für die beiden Giraffenweibchen gefunden werden konnte.“

Foto:
Giraffe Niobe, Copyright: Erlebnis-Zoo Hannover