Mit einem vierstündigen Programm feiert die Stadt Frankfurt die Enthüllung der Gedenktafel zur Geschichte der Sinti und Roma

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Eine im Institut für Stadtgeschichte erhaltene Abschrift aus alten Rechnungsbüchern belegt: Bereits 1418 lebten Roma in Frankfurt. Die 600-jährige Geschichte von Sinti und Roma war 2019 Anlass eines Festakts im Römer und eines Open-Air-Konzerts auf dem Römerberg. Nun soll dauerhaft an diese Epoche erinnert werden: Am Dienstag, 27. Januar, wird um 11 Uhr am Stadthaus, Markt 1, eine Gedenktafel enthüllt.

Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg wird die Enthüllung gemeinsam mit Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, sowie dem Künstler Professor Jürgen Goertz vornehmen. Außerdem dabei sind Rinaldo Strauß vom Landesverband Sinti und Roma Hessen, Joachim Brenner, Vorsitzender des Fördervereins Roma, und Ortsvorsteher Michael Weber. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Philharmonische Orchester der Sinti und Roma.

Um 13 Uhr schließt sich ein Programm im Stadthaus an. Dabei wird der Dokumentarfilm „Der lange Weg der Sinti und Roma“ gezeigt. Im Anschluss sprechen die Protagonistinnen und Protagonisten Gianni Jovanovic, Jùlie Halilic und weitere Beteiligte über den Film und seine Entstehung. Eingerahmt wird die Veranstaltung vom Kinderchor der Schaworalle.

„Es wird höchste Zeit, dass wir als Stadt Frankfurt die Geschichte der Roma und Sinti, die über Jahrhunderte hinweg von Diskriminierung, Ausgrenzung und Ermordung geprägt war, angemessen würdigen“, sagt Eskandari-Grünberg. Deshalb sei sie froh, dass es nun einen festen Ort gebe, der darauf hinweise.

Die Teilnahme an der Enthüllungsfeier ist für alle Interessierten offen, der Eintritt ist frei.

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