goethe antikNeues zum Ende des römischen Nida. Sonntagsführung im Archäologischen Museum Frankfurt am 8. März

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Das „Schicksalsjahr“ 260 nach Christus: Lange galt es in der Altertumsforschung als das Jahr, in dem die römische Herrschaft in Germanien rechts des Rheins endete – die römische Reichsgrenze, der Limes, von Germanen „überrannt“, Städte und Dörfer geplündert und verlassen, die Bevölkerung auf der Flucht. Ein Epochenjahr, eine Zeitenwende. 
 
Doch immer mehr Funde aus der römischen Stadt Nida, heute Heddernheim, lassen zumindest für das Rhein-Main-Gebiet Zweifel an diesem Krisenszenario aufkommen. Ein Rundgang durch die Römische Abteilung des Archäologischen Museums Frankfurt (AMF) und die Sonderausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ beleuchten anhand ausgewählter Funde die Situation im Rhein-Main-Gebiet in der Mitte des dritten Jahrhunderts nach Christus. Eine Geschichte, die viele verschiedene Aspekte besitzt – keineswegs nur kriegerische.

Am Sonntag, 8. März, führt Carsten Wenzel, Kustos für Provinzialrömische Archäologie, um 11 Uhr die Besucherinnen und Besucher durch die Sonderausstellung im AMF. Treffpunkt der Veranstaltung ist das Foyer des AMF, Karmelitergasse 1. Die Interessierten zahlen einen ermäßigten Eintritt von fünf Euro, zuzüglich einer Führungsgebühr von acht Euro, ermäßigt vier Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Freunde des Archäologischen Museums Frankfurt zahlen nur die ermäßigte Führungsgebühr. 

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