f the hate3Serie: Die anlaufenden Filme in deutschen Kinos vom 28. Februar 2019, Teil 16

N.N.

Hamburg (Weltexpresso) - King, der lokale Drogenbaron von Garden Heights, wird von Anthony Mackie verkörpert. „Da es sich um unseren dritten Film mit Mackie handelt, genügte ein Anruf ‚Hey Mann, diesen Film musst du einfach machen’“, sagt Teitel. Und Mackie musste nicht groß überredet werden. „Für George Tillman würde ich auch als Komparse arbeiten.“ Er war außerdem „fasziniert von der besonderen Geschichte einer jungen Frau, die ihre Stimme findet.“

In Mackie Sicht wird der Prozess, in dem Starr sich allmählich durchringt, ihre Stimme zu erheben, durch ihre Konfrontation mit Kings Aggression ausgelöst. „King und seine Kumpanen wollen Starr vorschreiben, den Mund zu halten, denn Petzen bekommen Probleme (snitches get stitches). Doch dieses kleine Gör beweist mehr Stärke als jeder andere Mann oder Erwachsene in der Community, weil es aufsteht und laut die Wahrheit sagt.“

Wie Starr und Khalil wuchsen auch King und Maverick in Garden Heights auf. Mackie schildert ihre Vorgeschichte. „King und Mav waren Sandkastenkumpel. Sie waren verantwortlich für den Drogenhandel in ihrer Community, und wurden gekniffen. Mav geht ins Gefängnis. King tat, was von ihm erwartet wurde, um ihre Beziehung zu retten. Doch Mav kommt aus dem Knast, er geht seinen eigenen Weg, und King bleibt weiter im Drogengeschäft. Daher rührt die Anspannung.“

Khalil ist nicht lange im Film, und in dieser kurzen Zeit „muss man sich in ihn verlieben und fühlen, wie Starr sich verliebt“, erklärt Stenberg. „Man muss auch begreifen dass er, obwohl die Verantwortung für seine Mutter und seine Großmutter auf ihm lastet, er immer noch ein Kind ist. Algee gelingt es, all dies zu verkörpern.”

Khalil ist der Knackpunkt der Handlung - nicht nur weil er Starrs emotionale und politische Bewusstwerdung auslöst. Sein Tod bringt auch „ihre Freunde dazu, zu erkennen zu geben, dass sie letztlich nicht bereit sind, so gegen diese Ungerechtigkeit protestieren, wie sie es könnten“, ergänzt Algee. Sein tragischer Tod führt dazu, dass Starr ihre wahren Verbündeten entdeckt.

K.J. Apa spielt Starrs Freund Chris. Apa ersetzte den ursprünglich engagierten Schauspieler, der auf Video unsensible Bemerkungen gemacht hatte. „Wie mussten die Chemie wiederherstellen, und darüber hinaus hart daran arbeiten, es noch besser zu machen“, erinnert sich Tillman.

Stenberg war anfangs sehr misstrauisch. „Dann habe ich Zeit mit K.J. verbracht und er hat mich umgehauen“, sagt Stenberg. „Wir haben viel gelacht, das habe ich in dieser Phase wirklich gebraucht, und wir wurden dicke Freunde. Ich fühlte mich ihm kameradschaftlich verbunden und merkte, dass er wirklich an diesem Projekt interessiert ist und dass er mich verstand.“

Tillman beschreibt Chris als jemand, der „sich nie Gedanken über Rasse gemacht hat, weil er einer sehr reichen Familie der Oberschicht entstammt. Er besucht die Privatschule in

Williamson. Er geht mit einem afroamerikanischen Mädchen, doch er hat keine Ahnung davon wie es für sie ist, was es heißt, mit Rassismus aufzuwachsen und in der „Inner City“ zu leben.“

Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft ist Chris gewillt, es zu versuchen und die Gegensätze zu überwinden. „Chris lernt Starr erst dann richtig kennen, als sie ihm ihre Welt vorstellt“, sagt Apa. „Zu Anfang versteht er nicht wirklich, was Rassismus bedeutet. Er begriff es auf intellektuelle Weise, doch Starr öffnete ihm die Augen.“

„Ich liebe es, dass Starr mit Chris ganz sie selbst sein kann“, sagt Stenberg. „Ich liebe es, dass sie sich ganz ohne Vorurteile begegnen und auf der gleichen Wellenlänge sind. Ich Iiebe es, dass Chris dieses Mädchen wirklich und wahrhaftig liebt und alles tun will, um sie zu unterstützen.“

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Info:
Besetzung
AMANDLA STENBERG
REGINA HALL
RUSSELL HORNSBY
K.J. APA
mit COMMON
und ANTHONY MACKIE