Zwei Erstausstrahlungen zum 10. Todestag von David Bowie am Freitag, 16. Januar 2026 bei ARTE
Margarete Ohly-Wüst
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Zehn Jahre nach David Bowies Tod am 10. Januar 2016 in New York zeichnet der britische Filmemacher Jonathan Stiasny in seinem Dokumentarfilm das letzte kreative Kapitel eines der innovativsten Künstler der Musikgeschichte nach.
Am 8. Januar 2016 erschien David Bowies letztes Studioalbum ″Blackstar″. Nur zwei Tage später starb er mit 69 Jahren in New York an seiner Krebserkrankung.
In ″Bowie – Der letzte Akt″ untersucht der Regisseur wie der britische Sänger, Produzent und Schauspieler, der Meister der Verwandlung, dessen richtiger Name David Robert Jones war, seine Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit in ein letztes künstlerisches Statement verwandelte.
Die Erzählung beginnt in den Neunzigern, einer turbulenten Zeit für Bowie: Einst als Chamäleon des Pop gefeiert, gerät er in Konflikt mit einer sich wandelnden Musikindustrie. Die Kritiken sind vernichtend und Bowies Stern scheint zu sinken. Er selbst befürchtet, die kreative Kraft vergangener Tage zu verlieren.
Doch Bowie erkämpft sich Schritt für Schritt seine Kreativität zurück. Im Jahr 2000 feiert er beim Glastonbury Festival ein grandioses Comeback, das bis heute als eines der besten Konzerte in der langen Geschichte des Festivals gilt.
Während Bowie schwer krank dem Tod ins Auge blickt, löst sein Album ″Blackstar″ schließlich ein, was er sich für sein letztes Werk noch vorgenommen hat: das beste Album seines Lebens zu schaffen – ein Requiem für sich selbst.
Hier sind die Lieder des Albums, die Songs wurden mit einer Ausnahme von David Bowie geschrieben. Das Album wurde von den Kritikern überwiegend positiv aufgenommen:
1. Blackstar (9:57 Min.)
2. ’Tis a Pity She Was a Whore (4:52)
3. Lazarus (6:22)
4. Sue (Or in a Season of Crime) (David Bowie, Maria Schneider, Paul Bateman, Bob Bharma) (4:40)
5. Girl Loves Me (4:51)
6. Dollar Days (4:44)
7. I Can’t Give Everything Away (5:47)
Foto 1: David Bowie tritt im Jahr 2000 beim Glastonbury Festival in England auf – ein grandioses Comeback © Toby Melville / WDR / ARTE
Foto 2: David Bowie während der ″Ziggy Stardust″-Tour am 29. Juni 1973 in der Rollarena in Leeds © Kevin Cummins / WDR / ARTE
Info:
Bowie - Der letzte Akt (Großbritannien 2025)
Genre: Biopic, Dokumentation, Porträt
Filmlänge: ca. 92 Min.
Regie: Jonathan Stiasny
FSK: ab 12 Jahren
ARTE zeigt als Erstausstrahlung die Dokumentation "Bowie - Der letzte Akt" am Fr. 16.01.2026 um 21:45 Uhr. Die Künstler-Dokumentation ist vom 16.01.2026 bis zum 14.07.2026 auch Online bei ARTE abrufbar. Die Dokumentation kann man außerdem auch noch am Mi. 04.02.2026 um 22:45 Uhr beim BR-Fernsehen und am So. 18.01.2026 um 23:35 Uhr beim WDR sehen. Die Dokumentation kann auch in der ARD-Mediathek abgerufen werden.
Tribute to David Bowie
Homage im Anschluss an die Dokumentation am Freitag, 16. Januar 2026 bei ARTE
Margarete Ohly-Wüst
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – ″David Bowie starb nie wirklich″ – dieser Satz geistert seit Jahrzehnten durch die Popkultur. Bereits 1973 beerdigte er mit dem letzten Ziggy-Stardust Konzert seine eigene Figur, nur um sich wieder neu zu erfinden. 1979 lag er als ″Unfallopfer″ auf dem Cover von ″Lodger″. Im Film ″Begierde″ (1983) starb er an der Seite von Catherine Deneuve. Doch Bowie überlebte sich selbst immer wieder.
Zehn Jahre nach seinem tatsächlichen Tod am 10. Januar 2016 beweisen die französischen Regisseure Thierry Gautier und Sylvain Leduc mit diesem Musikfilm, warum Bowies Einfluss bis heute ungebrochen ist.
Es ist keine Retrospektive, sondern eine lebendige Hommage: Internationale Künstlerinnen und Künstler – von Carl Barât und Pete Doherty (The Libertines) über Anna Calvi bis zur libanesischen Sängerin Yasmine Hamdan – interpretieren in dieser Tribute-Show unveröffentlichte Bowie-Songs.
Die Aufnahmen entstanden vor allem in London, der Stadt, in der Bowie geboren wurde und mit ″Space Oddity″ zum Star aufstieg. Jede Version zeigt, dass David Bowies Musik eine Schule des Experimentierens bleibt. Für viele ist er mehr als ein Vorbild, er ist ein ″lebenswichtiger Stern″. Die Divine Comedy, La Roux, The Molotovs oder die französische Chansonnière Jeanne Added beweisen dies eindrucksvoll.
Bowies Erbe verbindet Generationen und Genres. Viele haben von Bowie eine Lektion fürs Leben gelernt. Der Musikfilm wird so auch zur Einladung, sein Werk fortzuführen. Denn David Bowie, das zeigt diese Produktion, lebt in jeder Note weiter.
Foto 3: Für viele ist David Bowie mehr als ein Vorbild: The Divine Comedy beweisen dies eindrucksvoll © Sombrero and Co / ARTE F
Foto 4: The Molotovs, das Geschwister-Duo aus Großbritannien - Mathew Cartlidge (Gitarre / Lead-Gesang) und Issey Cartlidge (Bass / Backround-Gesang) - beteiligen sich an der Tribute-Show © Sombrero and Co / ARTE F
Info:
Tribute to David Bowie (Frankreich 2025)
Regie: Thierry Gautier, Sylvain Leduc
Genre: Dokumentation, Musik, Tribute-Show
Filmlänge: ca. 53 Min.
FSK: ab 12 Jahren
ARTE zeigt als Erstausstrahlung den Musikfilm "Tribute to David Bowie" am Fr. 16.01.2026 um 23:15 Uhr. Die Dokumentation ist vom 09.01.2026 bis zum 14.02.2026 in der ARTE Mediathek auch Online abrufbar.