Internationale Vielfalt und neue Impulse
Sabine Zoller
Karlsruhe (Weltexpresso) - Mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern präsentiert die art karlsruhe vom 5. bis 8. Februar 2026 ein breit gefächertes Line-up aus rund 120 Jahren Kunstgeschichte. In einem anspruchsvollen Marktumfeld positioniert sich die Messe einmal mehr als verlässlicher Kunststandort mit Perspektive im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich getragen von bewährten Stärken und innovativen Formaten.
In vier Messehallen entfaltet sich das für die art karlsruhe typische dialogische Zusammenspiel von Klassischer Moderne, Konkreter Kunst, Informel, Pop Art und zeitgenössischen Positionen. Die hohe internationale Beteiligung mit rund 30 Prozent der Galerien, die aus dem Ausland anreisen, unterstreicht die wachsende internationale Wahrnehmung der Messe. Zugleich kehren zahlreiche Galerien zurück, die erst 2025 debütierten, und bestätigen damit die nachhaltige konzeptionelle Ausrichtung der art karlsruhe.
Internationales Teilnehmerfeld mit neuen Akzenten
Erstmals auf einer Kunstmesse in Deutschland vertreten ist die Chase Young Gallery aus Boston, die seit Jahrzehnten für Malerei zwischen Abstraktion und Figuration steht. Neu dabei ist auch die Maryam Fasihi Harandi Gallery aus Teheran mit einem Fokus auf iranische Gegenwartskunst von Künstlerinnen. Weitere neue Impulse kommen unter anderem aus Frankreich, Spanien, Österreich, den Niederlanden, Italien, Großbritannien sowie aus den USA, Japan, Korea und Taiwan.
Das deutsche Galerienfeld ist flächendeckend vertreten mit einem Schwerpunkt in Berlin, dem Rheinland, Hessen und Süddeutschland. Auch Karlsruher Galerien sind erneut sichtbar präsent und stärken die regionale Verankerung der Messe.
18 Neuaussteller und klassische Moderne
Mit 18 erstmals teilnehmenden Galerien setzt die art karlsruhe 2026 gezielt neue Akzente. Rund die Hälfte der Neuzugänge kommt aus dem Ausland. Sie erweitern das Spektrum um junge Positionen, internationale Perspektiven und traditionsreiche Galerien mit klaren Profilen. Die Klassische Moderne bleibt ein zentrales Fundament der Messe. Hochkarätige Werke von Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Erich Heckel oder Alexander Calder treffen auf internationale Ikonen wie Dalí, Miró, Tàpies oder Dubuffet. Auch bedeutende deutsche Gegenwarts- und Nachkriegskünstler wie Gerhard Richter, Georg Baselitz, Günther Uecker, Imi Knoebel oder Markus Lüpertz sind prominent vertreten.
Zeitgenössische Positionen und Skulptur als Markenzeichen
Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler prägen das Bild der Messe ebenso wie die Skulptur, die mit 18 großzügigen Skulpturenplätzen erneut eine Schlüsselrolle einnimmt. Ergänzt werden diese durch zusätzliche Skulpturenspots in den Messeumläufen und ein breites Spektrum plastischer Arbeiten von etablierten Positionen bis hin zu jungen Bildhauerinnen und Bildhauern.
re:discover, re:frame und friends: Bewährte Formate mit Tiefgang
Das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderte Format re:discover widmet sich erneut Künstlerinnen und Künstlern mit unterbrochenen Karrieren und macht 20 Positionen sichtbar, deren Themen heute besondere gesellschaftliche Relevanz besitzen.
re:frame richtet den Blick auf den verantwortungsvollen Umgang mit künstlerischen Nachlässen und zeigt praxisnahe Modelle für Erhalt und Sichtbarkeit künstlerischen Erbes.
Das Kooperationsformat friends setzt ebenfalls Akzente: Neun Galerien präsentieren sich gemeinsam mit befreundeten Partnergalerien auf geteilten Ständen.
Mit einem vielfältigen Rahmenprogramm, Führungen und Informnationen bietet die art karlsruhe 2026 einen vielseitigen Auftakt in das Kunstmessejahr.
Foto: Impressionen der art karlsruhe 2025 © Sabine Zoller