1822 neujahrskonzert 2024 c alte oper frankfurt salar baygan.jpg 1620x892 q85 crop subject location 1000567 subsampling 2 upscaleJunge deutsche Philharmonie in der Alten Oper Frankfurt am Sonntag, 11. Januar

Redaktion

Frankfurt am Main (WEltexpresso) - Krankheitsbedingt kann Nodoka Okisawa das 1822-Neujahrskonzert am 11. Januar 2026 in der Alten Oper Frankfurt leider nicht dirigieren. Wir freuen uns sehr, dass Michael Wendeberg kurzfristig die musikalische Leitung übernimmt. Das angekündigte Programm bleibt unverändert.


JUNGE DEUTSCHE PHILHARMONIE

MICHAEL WENDEBERG Leitung (anstelle von Nodoka Okisawa)
HÅKAN HARDENBERGER Trompete


Helmut Lachenmann
Marche fatale
Joseph Haydn Trompetenkonzert Es-Dur Hob. VIIe:1
Olga Neuwirth … miramondo multiplo …
Richard Strauss Don Juan op. 20
Sergej Prokofjew Romeo und Julia – Suite Nr. 3 op. 101

Sonntag, 11. Januar 2026 ▪ Großer Saal ▪ 18.00 Uhr


Michael Wendeberg dirigierte Orchester wie die Staatskapelle Berlin, das Mahler Chamber Orchestra, das Tokyo Symphony Orchestra, die Sinfonieorchester des SWR, WDR und MDR, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Estonian National Symphony Orchestra, das Asko|Schönberg Ensemble, das Ensemble intercontemporain, die Birmingham Contemporary Music Group sowie die Sinfonietta Basel. Beim Lucerne Festival, dem Beethovenfest Bonn, den Bregenzer Festspielen, der Biennale von Venedig, dem ECLAT Festival Stuttgart und bei Wien Modern war er mit verschiedenen Programmen zu Gast. Gastengagements führten ihn u.a. an die Dresdner Semperoper und an die Oper Frankfurt. Sein Opernrepertoire reicht von Händels Orlando über Tosca, Tristan und Isolde und Rosenkavalier bis zu zahlreichen Uraufführungen. Highlights der aktuellen Saison sind Auftritte beim Ultraschall Festival Berlin sowie die Uraufführung von Sarah Nemtsovs neuer Oper Wir (We) in der Regie von Eva-Maria Höckmayr am Theater Dortmund.

Er studierte Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser, Stefan Litwin und Benedetto Lupo sowie Dirigieren bei Toshiyuki Kamioka. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als dessen Assistent an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte. Von 2016 bis 2023 war er erster Kapellmeister an den Bühnen Halle (Saale), wo er 2020 bis 2022 auch als Chefdirigent der Oper wirkte.

Zum Konzert

Ein Programm, das genauso viele Farben und Facetten verheißt wie das unangetastete neue Jahr: Mit einer Mischung aus Klassischem und Modernem, Kühlem und Schwelgerischem, Bekanntem und neu zu Entdeckendem, Rhythmischem und Melodiösem begrüßt die Junge Deutsche Philharmonie am Sonntag, 11. Januar 2026, um 18.00 Uhr das Publikum im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt zum 1822-Neujahrskonzert. Gemeinsam mit  dem Dirigenten Michael Wendeberg spannt die Junge Deutsche Philharmonie den Bogen vom 18. ins 21. Jahrhundert – mit Stationen bei Joseph Haydn, Richard Strauss, Sergej Prokofjew, Olga Neuwirth und Helmut Lachenmann.

Solist in Haydns Trompetenkonzert ist Håkan Hardenberger, für den dieses Werk eine besondere Bedeutung hat: 1981, noch als Student am Pariser Konservatorium, spielte der junge Schwede das Konzert in einer Matinee in der Berliner Philharmonie und beschloss daraufhin, Solotrompeter zu werden – es war der Beginn einer großen Karriere, die Hardenberger in die weltweit wichtigsten Konzerthäuser führte. Dem virtuosen und originellen Klassiker der Trompetenliteratur stellen die Junge Deutsche Philharmonie und Håkan Hardenberger ein ebenso gewitztes Werk der jüngeren Zeit gegenüber: Olga Neuwirths „...miramondo multiplo...“ für Trompete und Orchester aus dem Jahr 2006 – für Hardenberger komponiert – ist ein funkensprühendes Werk, in dem Miles Davis, Alban Berg, Gustav Mahler, Olivier Messiaen und Georg Friedrich Händel munter zitiert werden. Auch Helmut Lachenmanns „Marche fatale“, die den Abend eröffnet, spielt humorvoll mit der Musikgeschichte, indem die Banalitäten und der Pomp eines Marschs aufs Äußerste getrieben werden.

Umso tiefere Emotionen sind mit den Werken der zweiten Konzerthälfte des Abends verbunden, die klassischen Stoff verarbeiten: Sergej Prokofjew führt in seiner dritten Romeo-und-Julia-Suite durch die ganze Bandbreite emotionaler Verwicklungen der wohl bekanntesten Liebesgeschichte in ihrer finalen Phase. Leidenschaft ist auch Thema in Richard Strauss’ Vertonung des Don Juan – dem ewigen Frauenverführer setzte der Komponist ein glühendes Klangdenkmal.

Foto:
1822 Neujahrskonzert 2024
©Alte Oper Frankfurt