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Klaus Hagert
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – In den Folgeartikeln wird Hessen als Labor der Demokratie bezeichnet und die Amerikaner als Geburtshelfer. Ich bin hier geboren und aufgewachsen und könnte zum Lebensgefühl eines Neuhessen durchaus meinen Teil beitragen. Denn wir Kinder haben uns sofort als Hessen gefühlt, wir wußten ja nicht, daß wir erst ‚neugebildet‘ wurden. Wir sind gleich mit einer hessischen Identität aufgewachsen. Wer weiß denn noch, daß das Schlagwort HESSEN VORN nicht nur ein Wort, sondern gesellschaftliche Realität war.
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Klaus Hagert
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Ja, ja, stimmt, die Ausstellung selbst ist am 24.Oktober 2021 zu Ende gegangen, aber dafür sind Kataloge und Begleitbände ja da, daß man auch danach noch nachlesen kann, um was es ging. Um nichts weniger nämlich als unsere heutige gesellschaftliche Grundlage: um die Gründung des neuen Bundeslandes Hessen, um freie Wahlen, um Parlamente, um freie Bürger, um Demokratie und demokratische Rechte.
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Felicitas Schubert
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Etwas überheblich die Überschrift: das Programm. Das umfaßt nämlich 16 eng beschriebene Seiten, die all die vielen Veranstaltungen geordnet nach dem Datum aufweisen, das nur offiziell vom 2.bis 15. spricht. Denn am Donnerstag ist es schon losgegangen mit dem STADTRUNDGANG von Christian Setzepfand und einer Lesung von Jo van Nelsen BUBIKOPF 6 BLEISTIFT - AUTORINNEN DER WEIMARER REPUBLIK, in Wiesbaden übrigens, denn das Frankfurter Lesen schwappt in die Umgebung so über, wie alles, was in dieser gut vernetzten Region getan und gemacht wird.
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Klaus Hagert
Frankfurt am ain (Weltexpresso) - Als sei es gestern. gewesen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, daß wir eine der ersten waren, die mit der neuen Leiterin des neuen Literaturhauses Frankfurt, damals noch in der Bockenheimer Landstraße ein Interview führten. Und jetzt ist es schon lange im Ostend, ds Haus der Literatur. „Nichts ist widerlicher als eine sogenannte Dichterlesung.“ So, in weiß auf schrillem Pink, plakatierte das Literaturhaus Frankfurt am Main vor einigen Jahren. Ein Zitat aus Thomas Bernhards „Alte Meister“ warb im Frankfurter Stadtzentrum für eben dieses Objekt der angeblichen Abscheu: die Lesung.
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Claudia Schulmerich
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Das war ein Irrtum, den ich heute bedauere, auch deshalb, weil ihre Bücher so gut geeignet sind, über das Wesen, besser: das Unwesen des Nationalsozialismus zu informieren auf eine Art, die sicher solche Menschen, die Faschismustheorien nicht lesen, direkt erreichen kann. Verblüfft sage ich heute, das sind ja die reinsten Aufklärungsschriften über ein Menschheitsverbrechen, dem die Massen folgten, die Irmgard Keun hier locker und leicht vorlegt. Hier erkennen wir das erbärmliche Verhaltenen von Menschen, die Anpasserei, das Duckmäusertum, das Anschwärzen des anderen zum eigenen Vorteil, Lug und Betrug, um besser dazustehen, auf der Leiter nach oben eine Stufe zu erklimmen, indem man den drunter Stehenden auf den Kopf tritt, der dann von der Leiter stürzt.
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