„Raffael, Dürer und Grünewald malen die Madonna“ in der Gemäldegalerie Alte Meister

 

von Claudia Schulmerich

 

Raffael (Raffaello Santi)
Urbino 1483-1520
Rom Madonna di Foligno,
1511/1512 ©Vatican Museums

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“. Dieses Motto von Wilhelm Busch machte sich die Gemäldegalerie Alter Meister in Dresden zu eigen und wird im Jahr 2012 seinem Kultbild, der Sixtinischen Madonna von Raffael zum 500sten Jahrestag eine Ausstellung widmen, wo von der Entstehung in Rom, dem Aufenthalt in Piacenza, dem Ankauf von August II., sächsischer Kurfürst und König von Polen im Jahr 1754 bis heute so ziemlich alles Kulturgeschichtliche quer über die Jahrhunderte die Madonna begleiten werden. Als zweitem Streich. Aber heute geht es um den ersten, bei dem Raffaels Gemälde seiner Vorgängerin, „Die Madonna von Foligno“ gegenübergestellt werden, gemeinsam mit weiteren Mariendartstellungen, von denen Grünewalds „Stuppacher Madonna“ herausragt.

 

Ihre Heimat, das Wien Museum, war Hauptleihgeber für „Wien um 1900“ in Australien


von Anna von Stillmark

 

Wien (Weltexpresso) – Über 170 000 Besucher sahen die „Wien um 1900“-Schau in Melbourne, wo erstmals in Australien vom 18. Juni bis zum 9. Oktober in großer Breite das europäische Zentrum von Kunst, Architektur und Kunsthandwerk in Wien ausgestellt wurde. „Emilie Flöge“, die von Gustav Klimt nicht nur hinreißend als Grande Dame gemalt wurde, war auch seine Lebensgefährtin und  wurde in dem jüngsten Spielfilm KLIMT von Veronica Ferres dargestellt.

 

Serie: Max Beckmann, ein überraschender und fulminanter Dreiteiler (Teil 2/3)

 

von Claudia Schulmerich

 

Leipzig (Weltexpresso) – Schier überwältigend, was das Leipziger Museum zum Thema Bildnisse aus dem Oeuvre Beckmanns zusammengetragen hat. Erinnert man sich an die Ausstellungen von Selbstporträts – die aus der Hamburger Kunsthalle sind immer noch visuell im Gedächtnis - , weiß man, daß alleine die Selbstporträts für eine umfassende Ausstellung gut sind und man freut sich, einigen auch in Leipzig zu begegnen. Nun aber erkennt man auf einen Schlag bei den vielen Menschenbildern – 58 Gemälde und über 160 vorbereitende Skizzen und Studien sowie Druckgraphiken - immer wieder, wie oft sich Beckmann in die Bilder mithineingemogelt hat. Und auch seine Frau Quappi hineinzauberte.

 

Serie: Max Beckmann, ein überraschender und fulminanter Dreiteiler (Teil 3/3)

 

von Claudia Schulmerich

 

Frankfurt (Weltexpresso) -  Nun sind die Beckmannbilder da, wo sie hingehören, im Frankfurter Städel. Dem hätte Beckmann zumindest lange lange zugestimmt, denn Frankfurt war ihm in seinem durch die Nationalsozialisten verschuldeten Exil - ab 1937 gezwungenermaßen in Amsterdam, ab 1947/48 freiwillig und gerne in Amerika - in den Jahren von 1915 bis 1933 Heimat gewesen. Heimat war ihm das Städel durch seine Lehrtätigkeit als Professor an der Städelschule erst recht. Wenn man nun im ersten Raum der Ausstellung mit rund 110 Werken, gleich auf die 1917 in sanften Tönen gemalte, expressionistisch verstörende Kreuzabnahme stößt, die heute dem MoMa in New York gehört, ist man mitten drin im Thema Amerika. Wie das?

 

Serie: Max Beckmann, ein überraschender und fulminanter Dreiteiler (Teil 1/3)

 

von Claudia Schulmerich

 

Basel (Weltexpresso) - Mit den Landschaften in Basel begann, was ganz unverhofft und tatsächlich zufällig ganz ohne Jubiläum oder äußeren Anlaß sich nun zu einem Festival der Beckmannbilder in Leipzig und Frankfurt geriert, einem bunten Strauß von Ausstellungen, die als Beckmannscher Blumenstrauß im Kunstmuseum in Basel tatsächlich zu sehen sind: ein ganz ungewohnter, mal bunter, mal melancholischer Beckmann, der der Landschaft und der Natur seine Farben gibt und seine Formen und sein geheimes Vokabular von Dingen auf den Bildern, wie Katzen und Kerzen und Fischen und Masken, die bis heute nicht enträtselt sind, denn der Kosmos Beckmann ist in seiner rätselhaften Dinghaftigkeit und Dingwelt fast unüberschaubar und bleibt geheimnisvoll.