Deutschlandfunk filuturDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Wettbewerb, Teil 24

 

Claudia Schulmerich

 

Berlin (Weltexpresso) – Das ist natürlich eine ganz dumme Überschrift, denn was heißt hier ‚verdienen‘? Das kann immer nur der/diejenige beantworten, der/die dann mit seinem/ihrem Namen auch für die seiner/ihrer Meinung nach besten Film plädiert. Das ist oberste Aufgabe der Jury des Wettbewerbs. Das wäre dann erst mal der Goldene Bär für den Besten Film. Dann kommen aber die anderen Bären hinzu, die die Wettbewerbsjury weiter verteilen kann: die Silbernen Bären.

202604022 2Die 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Special Gala, Teil 27

Hanswerner Kruse


Berlin (Weltexpresso) – Drunten im unterirdischen Fels- und Gewässerlabyrinth von Wien. Ein rot-lilafarbener Nachen gleitet durch den dunklen See. Spiegelt sich darin selbst. Bald fährt das Boot auf uns zu, vorne drin steht die „Blutgräfin“ in einem exzellenten rot-lila Gewand. Langsam entsteigt sie zur Walzermusik dem Kahn und geht durch uns hindurch.

Bildschirmfoto 2026 02 21 um 01.17.31In einem offenen Brief haben mehrere Filmschaffende der Berlinale mangelnde Positionierung zum Gaza-Krieg vorgeworfen

Redaktion tachles

Berlin(Weltexpresso) - Das Branchenblatt «Variety» veröffentlichte das Schreiben am Dienstagabend.   Unterschrieben wurde es demnach von etwa 80 Künstlern, darunter dem Schauspieler Javier Bardem, der Künstlerin Nan Goldin und der Schauspielerin Tilda Swinton, die im vergangenen Jahr den Goldenen Ehrenbären der Berlinale erhalten hatte. Sie seien entsetzt über das «institutionelle Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern», heißt es in dem Schreiben. Zu Gräueltaten im Iran und in der Ukraine habe sich das Festival dagegen klar positioniert.

ChronosKinopremiere des Dokumentarfilms von Volker Koepp, 7. März in Berlin

Redaktion

Berlin (Weltexpresso - Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der in der Spätantike »Sarmatien« genannt wurde. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später entstand in dieser Gegend mit Kalte Heimat (1994), Herr Zwilling und Frau Zuckermann (1998) oder In Sarmatien (2013) ein ganzer Zyklus von Filmen des Regisseurs.

yoDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Wettbewerb Teil 22


Claudia Schulmerich


Berlin (Weltexpresso) - Dieser Film setzt zur Frage: Spiel- oder Dokumentarfilm noch eins drauf! Ging es bei Al, dem Wiener Bluesliebhaber noch darum, dass der entsprechende Film seine Person voll übernahm (Doku), aber sein Leben als Filmleben veränderte (Fiktion), so wird nun mit Yo, eine mit 87 Jahren verstorbene Frau vorgestellt, von der die US-Filmemacher Anna Fitch und Banker White über 16 Jahre immer wieder Filmaufnahmen gemacht hatten, die sie nun in einen 78minütigen Film konzentrieren mußten. Absicht war nicht, das Leben von Yo oder sie als Person wahrheitsgetreu darzustellen (was sowieso nicht geht), sondern mit der Auswahl aus dem reichhaltigen Material stellt insbesondere die Freundin Anna Fitch uns ihr Bild von Yolanda Shea vor Augen, wie sie sie sieht oder auch, wer sie durch ihre Augen war.